Wildeshausen - Eigentlich hat Wolfgang Sasse mit Fußball – wie er selbst betont – gar nicht so viel am Hut. Doch als Vorsitzender des VfL Wildeshausen gilt seine Aufmerksamkeit derzeit in erster Linie den Bezirksliga-Fußballern des Vereins. Die führen zwei Spieltage vor dem Saisonende die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem SV Atlas Delmenhorst an und haben den Landesliga-Aufstieg vor Augen. Doch die Entscheidung fällt erst im letzten Spiel, und da treffen die Wildeshauser und Atlas am Freitag, 29. Mai (Anstoß 19.15 Uhr), im Krandel-Stadion aufeinander.

„Wir hoffen auf gutes Wetter, viele Zuschauer und ein tolles Spiel“, sagt Sasse, der mit der Organisation des Fußball-Spektakels betraut ist. Eine selbst für Sasse, der viele Erfahrungen beim Stemmen von Sportveranstaltungen hat, „ungemein schwierige Aufgabe“, wie der Wildeshauser zugibt. „Wir wissen ja nicht, wie viele Zuschauer tatsächlich kommen“, rätselt der VfL-Vorsitzende, der sich bereits in der vergangenen Woche mit Vertretern der Polizei und aus der Verwaltung zu einem ersten lockeren Informationsaustausch getroffen hatte.

Die Sicherheit rund um das mit Spannung erwartete Spiel steht an erster Stelle. „Wir berechnen derzeit, wie viele Zuschauer wir überhaupt ins Stadion lassen dürfen. Das wird von der Verwaltung noch genau ausgerechnet“, so Sasse, der sich auf eine Zahl nicht festlegen will. Die Fans sollen im Stadion in zwei Lager geteilt werden. Eintrittskarten soll es im Vorverkauf geben, der am Pfingstsonnabend (23. Mai) während des Gildecups im Krandel gestartet wird. Danach gibt es die Karten unter anderem in der Geschäftsstelle der NWZ in Wildeshausen (Westerstraße) sowie bei BS-Sportartikel (Glaner Straße).

Das Hinspiel im Delmenhorster Stadion hatten sich im November rund 1400 Besucher angeschaut, in Wildeshausen dürften es auf jeden Fall deutlich mehr werden – zumal die Partie wegen des Gildefestes um einen Tag von Sonnabend auf Freitag vorverlegt werden musste. „Das macht das Duell automatisch auch für das gesamte Umland interessant, denn an diesem Abend spielt keine andere Liga“, sagt Atlas-Teammanager Bastian Fuhrken.

Konkurrenz der etwas anderen Art gibt es für die Wildeshauser indes durch das Gildefest. Zahlreiche Spieler kicken in der Regel beim Gildecup mit, hinzu kommen noch die zahlreichen Feierlichkeiten während der Festtage mit dem großen Ausmarsch am Dienstag. „Es ist ein schwieriges Thema, das wir besprechen werden“, sagt VfL-Trainer Marcel Bragula.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)