Sande - Die begehrten Tickets ins Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga Nord haben am Sonntagabend die Spieler des ECW Sande gebucht. Die Jadehaie rangen die Harsefeld Tigers vor 442 Zuschauern mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) nieder, nachdem sie in der „Best-of-three“-Serie tags zuvor zu Hause bereits mit 6:3 die Oberhand behalten hatten. Für die sich auch am Sonntag wacker wehrenden Harsefelder ist die Saison damit beendet, für den Titelverteidiger aus Sande geht die Reise indes weiter.
„Natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen“, betont das ECW-Trainerduo Nick Hurbanek und Slava Koubenski. „Schauen wir mal, was mit unserem Kader, darunter einige angeschlagene Spieler, möglich ist. Aber wenn wir uns weiter zusammenreißen, dann ist alles möglich.“
Halbfinalgegner steht noch nicht fest
Ebenfalls im Halbfinale stehen nach bereits zwei Spielen die Harzer Falken, die sich am Sonntag mit 4:1 beim Hamburger SV durchgesetzt haben. In den beiden anderen Viertelfinal-Paarungen steht es 1:1 nach Siegen. So glichen die Salzgitter Icefighters die extrem enge Serie gegen den Adendorfer EC am Sonntag durch einen 5:4-Erfolg aus, während sich die Beach Devils Timmendorf mit einem 8:3-Erfolg bei den Weserstars Bremen für die überraschende 4:7-Niederlage in Spiel eins revanchierten und so ebenso das entscheidende dritte Spiel erzwangen. Die beiden Halbfinalgegner der Jadehaie und der Harzer Falken werden somit erst am kommenden Freitag ermittelt.
Und dann steigt bereits am Sonntag das erste Halbfinalspiel. Sollten die Timmendorfer der Gegner der Jadehaie sein, geht es für den ECW zunächst an die Ostsee. Schaffen die Weserstars die Überraschung, würde Spiel eins der Halbfinal-Serie um 19 Uhr in Sande auf dem Plan stehen. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Hurbanek.
Zurück zur Entscheidung im Viertelfinale im Landkreis Stade, wo die Sander neben den Langzeitverletzten Jan Holiga (Innenbandriss im Knie) und Maximilian Herz (Wadenbeinbruch) auch auf den erkrankten Vladislavs Balakuns verzichten mussten. Dagegen war Topscorer Artjoms Tretjakovs nach abgesessener Spielsperre wieder in den Kader zurückgekehrt.
Bärenstarke Angriffsleistung
Spielentscheidend war allerdings der bärenstarke Auftritt der zweiten ECW-Reihe mit den DEL-erfahrenen Ex-Profis Björn Bombis, Marian Dejdar und Andrew McPherson. Während Bombis und Dejdar an allen vier Treffern der Gäste beteiligt waren, sorgte McPherson für die Absicherung in der Rückwärtsbewegung. Bombis selbst netzte dabei doppelt und Dejdar einmal. „Wir sind ein Team und alle haben einen guten Job gemacht, aber die zweite Reihe hat klasse gespielt“, freute sich Hurbanek.
„Aber Harsefeld hat gegen uns alles reingeworfen und gut geackert“, erklärte der ECW-Coach. So konnten die Tigers die zweimalige Führung der Gäste durch Artur Galwas (9.) und Bombis (35.) jeweils durch Kristian Kragh (13./41.) ausgleichen. Auf den erneuten Führungstreffer von Bombis zum 3:2 (42.) hatten die Hausherren im Schlussdrittel allerdings keine Antwort mehr. Für den Endstand sorgte schließlich Dejdar mit einem Treffer ins verwaiste Tigers-Tor (59.).
Harsefeld Tigers - ECW Sande 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)
Tore 0:1 Galwas (9. Minute/Vorlage Bombis, Dejdar), 1:1 Kragh (13./Perone), 1:2 Bombis (35./Dejdar, Acarevics), 2:2 Kragh (41./Nilsson Rakell), 2:3 Bombis (42./McPherson, Dejdar), 2:4 Dejdar (59./Bombis).
Strafminuten 4 Harsefeld – 2 Sande.
Zuschauer 442.
Playoff-Viertelfinale, 1. Spiele Harzer Falken - Hamburger SV 5:2, Beach Devils Timmendorfer Strand - Weserstars Bremen 4:7, Adendorfer EC - Salzgitter Icefighters 4:3 n.V., ECW Sande - Harsefeld Tigers 6:3.
2. Spiele Hamburger SV - Harzer Falken 1:4, Weserstars - Timmendorfer Strand 3:8, Salzgitter Icefighters - Adendorfer EC 5:4, Harsefeld Tigers - ECW Sande 2:4.
