Erst mit Verspätung konnte Rickey Paulding, Leistungs- und Sympathieträger bei den Bundesliga-Korbjägern der EWE Baskets den Wanderpokal für die Wahl zum „Oldenburger Sportler des Jahres 2008“ in Empfang nehmen. Am Sonnabend war der Flügelspieler des Tabellenführers gegen 23 Uhr beim Ball des Sports in der Weser-Ems-Halle als Gewinner der Gemeinschaftsaktion von NWZ und Stadtsportbund in der Kategorie „Sportler“ bekannt gegeben worden. Allerdings weilten die Baskets-Spieler da schon nicht mehr unter den 600 Ballgästen, um sich für das Sonntagsderby gegen die Artland Dragons zu schonen. Erst nach der Partie in der EWE-Arena überreichten Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller und NWZ -Sportredakteur Fried-Michael Carl die Siegertrophäe an den Profi – der trotz der 76:86-Niederlage gegen Quakenbrück sogar
schon wieder lächeln konnte.
Auch für die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg hatte die Wahl zur „Mannschaft des Jahres 2008“ durch die NWZ -Leser am Sonnabend wie Balsam auf die zuvor frisch zugefügten „Wunden“ bei der 24:33- Heimpleite gegen Frisch Auf Göppingen gewirkt. Nach dem Sportlerball feierte die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki in einer anderen Lokalität sogar noch den 30. Geburtstag von ihrer Mitspielerin Haege Fagerhus. Als Letzte stieß dabei Spielführerin Kathrin Scholl zum Team, hatte sie sich zuvor bei der Sportlerball-Tombola doch noch souverän als Glücksfee betätigt.
Perfekt funktionierte beim Ball des Sports auch das „Zusammenspiel“ zwischen dem Handballtorwart der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft, Tim Carstens, und seinem Bruder Maik. Als Ersterer unter großem Applaus die Trophäe für den zweiten Platz in der Kategorie „Sportler“ überreicht bekam, betätigte sich Maik als Gebärdensprachdolmetscher. Am Rande des Balles verriet der ehemalige Zweitliga-Handballer (u.a. HSG Varel) dann, dass er demnächst das Traineramt beim Kreisoberligisten TV Spaden übernehmen wird.
Unterdessen schießen die Spekulationen über die Nachfolge von Hubert Hüring (ehemals VfB) als Trainer des Fußball-Oberligisten SV Meppen immer mehr ins Kraut. Wie die NWZ bereits am vergangenen Donnerstag berichtet hatte, ist der scheidende VfL-Trainer Frank Claaßen ein heißer Kandidat dafür. Allerdings platzte diesem am Montag der Kragen, nachdem eine Zeitung aus dem Emsland vermeldet hatte, er sei „gespannt auf das neue Personalpaket mit Hüring“, ihm läge aber auch ein anderes Angebot vom BV Cloppenburg vor. „Quatsch! Es ist schon sehr, sehr kurios, wenn man zitiert wird, aber dazu überhaupt nichts gesagt hat“, echauffierte sich Claaßen. Fakt sei, es habe „bislang kein Verhandlungsgespräch“ mit Meppen gegeben – wohl aber ein Telefonat mit Reinhold Tattermusch, aktuell Sportleiter beim SVM
und Claaßens ehemaliger Teamkamerad beim damaligen Regionalligisten SV Wilhelmshaven.
Dass alte Liebe nicht rostet, durfte derweil jetzt auch VfB-Vorstand Jörg Rosenbohm feststellen. Während eines Kurzurlaubs hatte er die Gelegenheit, den einstigen VfB-Kultkicker Wolfgang Hecht zu treffen. Dieser betreibt in Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) ein Hotel. Hecht entschied sich dabei spontan, dem VfB beizutreten, und kündigte sein Kommen für das Treffen ehemaliger VfB-Spieler beim Heimspiel gegen Rehden an.
