PORTSLOGE - Die beiden Kinder aus Portsloge spielen im Schachclub „Schwarzer Springer“ in Bad Zwischenahn. Sie haben großen Spaß an ihrem Hobby.

Von Carsten Bickschlag

PORTSLOGE - Schwarz sei seine Farbe, denn: „Weiß beginnt, schwarz gewinnt.“ Auf diese einfache Formel bringt Tom Linnemann sein liebstes Hobby – das Schachspiel. Das Besondere: Der Portsloger ist erst sieben Jahre alt. „Schachspielen macht mir richtig Spaß“, sagt der Grundschüler. Seit seinem fünften Lebensjahr begeistert sich Tom für das „Spiel der Könige“.

Seit Anfang des Jahres übt der Junge regelmäßig beim Schachclub „Schwarzer Springer“ Bad Zwischenahn neue Spielzüge. Langweilig sei ihm dabei nie. Er gehe immer gern zum Training. „Meine Lieblingsfigur ist übrigens die Dame“, sagt er. Warum? „Weil sie am meisten kann.“ Damit hätte sich die Frage nach dem – für viele komplizierten – Regelwerk im Schach auch schon geklärt. Tom: „Die Regeln sind doch einfach.“

So sieht es auch Toms kleine Schwester Kathy. Sie ist erst vier Jahre alt, aber schon ganz Feuer und Flamme für das Brettspiel. „Ich kenne schon alle Züge“, sagt Kathy, die den Kindergarten in Portsloge besucht und ebenfalls schon im Schachclub aktiv ist. Am liebsten spielt sie mit ihrem Bruder.

Doch während der Übungsstunden in Bad Zwischenahn ist Björn-Ole Kerski ihr Lieblingsgegner. Kerski ist neben Thomas Künzler und Uwe Ströcker Übungsleiter im Schachclub. Sie kümmern sich um die Anfänger und jungen Fortgeschrittenen im Verein (siehe auch Info-Kasten).

Beigebracht hat sich die Vierjährige das Schachspiel durch Beobachtung. „Ich habe Tom beim Spielen immer zugeschaut“, sagt Kathy. Auch sie freue sich jedesmal, wenn es wieder zum Üben nach Bad Zwischenahn geht.

Während Vater Thorsten Linnemann schon vor dem Interesse seiner Kinder mit dem Schachspiel vertraut war, musste Mutter Astrid das Spiel noch lernen. „Was sollte ich machen? Kathy will oftmals vor dem Schlafen gehen keine Geschichte hören, sondern mit mir eine Partie Schach spielen“, sagt Astrid Linnemann und lacht.

Auf ein Ereignis freuen sich die Vierjährige und der Siebenjährige schon jetzt: die Schach-Olympiade in Dresden in 2008. „Da wollen wir unbedingt hin.“

Und welche Farbe wählt Kathy zu Beginn eines jeden Spieles? „Natürlich weiß.“ Eine Begründung hat das vierjährige Mädchen auch sofort parat: „Tom nimmt doch immer schwarz.“