Dunum/Oldenburg - Eine Ära geht zu Ende: Der 65-jährige Jan-Dirk Vogts ist aus dem Vorstand des Friesischen Klootschießer Verbandes (FKV) ausgeschieden. 16 Jahre lang hatte er den Verband als Vorsitzender geprägt. Zuletzt hatte er noch als 2. Vorsitzender Verantwortung getragen.
Der jetzige FKV-Vorsitzende Helfried Goetz lobte seinen Vorgänger am Freitagabend während der Vertreterversammlung in Dunum. „Du warst der FKV. Dein Name ist in ganz Europa bekannt.“ Die Versammlung ernannte Vogts derweil zum Ehrenvorsitzenden des FKV.
Auch der langjährige Justiziar des Verbandes, Joachim Karsjens, macht nach 16 Jahren Schluss. Goetz lobte sein Fachwissen und seine loyale und ausgeglichene Art.
Verzicht auf Amt
Neuer 2. Vorsitzender ist der Vorsitzende des Landesverbands Oldenburg, Frank Göckemeyer. Der 47-Jährige aus Stollhamm betonte, dass er sein Amt als Landesvorsitzender auf der nächsten Jahreshauptversammlung der Oldenburger im November abgeben werde.
Neue Fachwartin „Boßeln“ ist Heike Kuhlmann aus Grünenkamp. Der Posten ihrer Stellvertreterin ist vakant – ebenso wie der Stellvertreterposten des Fachwartes „Boßeln“. Weiterhin unbesetzt sind die Ämter Fachwartin „Kloot und Hollandkugel“ und – nach dem Rückzug von Keno Vogts – auch der Posten des Fachwarts „Kloot und Hollandkugel.“ Diese Arbeit soll auf mehrere Schultern in den beiden Landesverbänden verteilt werden.
Aufgehört hat Hendrik Rüdebusch als Fachwart „Jugend und Ausbildung“. Er wird von einem Expertenteam um Hans-Otto Meenken ersetzt. Als stellvertretender Fachwart „Jugend und Ausbildung“ will sich Fabian Schiffmann aus Südarle einbringen. Medienwart bleibt Holger Wilken aus Friedeburg. Sein neuer Stellvertreter ist Ingo de Jonge aus Großheide.
Neuer Justiziar ist Henning Bernau aus Buttforde. Seine Stellvertreterin ist Mary Lühring aus Esens. Geschäftsführerin bleibt Andrea Fitze aus Friedeburg. Ihre Stellvertreterin ist Christina Buss aus Westerholt.
Goetz lobt
Unterdessen lobte Goetz den erfolgreichen Auftritt des FKV während der Europameisterschaft (EM) in Schleswig-Holstein. Die EM in Neuharlingersiel im Jahr 2024 stehe unter dem Motto „Ein Team, ein Ziel“. Die 398 Sportlerinnen und Sportler aller Verbände würden in der Jugendherberge untergebracht. Die EM bringe finanzielle Herausforderungen mit sich. Peter Brauer, Geschäftsführer „Finanzen“, kalkuliert mit Kosten in Höhe von 150 000 Euro, die auf den Verband zukommen würden. Die Kleidung des FKV-Teams sei in dieser Rechnung nicht mit inbegriffen.
Der Prozess der Verbandsentwicklung war durch Corona ausgebremst worden, soll laut Goetz aber wieder fortgesetzt werden. Wann die neue Boßel-Gummikugel „FKV5“ kommt, ist laut Goetz offen. Die Internetpräsenz sowie die Nachwuchsarbeit sollen des Weiteren verbessert werden.
Künftig können die Teams in den überregionalen Ligen vier Ersatzwerfer einsetzen. Beim Nichtantritt eines Gegners wird das Ergebnis auf fünf Schoet pro Gruppe erhöht. In der Einzeldisziplin „Weideboßeln“ im Mehrkampf wird künftig mit der Hollandkugel geworfen. Der Antrag auf Bildung von Spielgemeinschaften in höheren Ligen wurde abgelehnt. Der Arbeitsausschuss Boßeln wird sich mit dem Thema befassen.
