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NWZonline.de Sport

Dortmund erkämpft Sieg – RB Leipzig verliert

04.10.2019

Prag Ein Sieg und eine Niederlage: Das ist die Champions-League-Bilanz der deutschen Team am Mittwoch. Nachdem am Dienstag der FC Bayern mit 7:2 bei Tottenham Hotspur erfolgreich war und Bayer Leverkusen 0:3 bei Juventus Turin verlor, waren nun Borussia Dortmund und RB Leipzig am Zug.

Borussia Dortmund erkämpft 2:0 bei Slavia Prag

Michael Zorc wirkte wie von schweren Lasten befreit. Das hart umkämpfte 2:0 (1:0) bei Slavia Prag beförderte Borussia Dortmund an die Tabellenspitze der kniffligen Champions-League-Gruppe F und ersparte dem BVB-Sportdirektor vorerst weitere Erklärungsversuche über die Formschwäche des Teams. „So ein Sieg ist durch nichts zu ersetzen“, kommentierte Zorc. Sein Dank galt vor allem Achraf Hakimi. Schließlich sorgte die als Abwehrspieler verpflichtete, aber als Angreifer eingesetzte Leihgabe von Real Madrid für ein Ende der Tristesse.

Anders als beim 0:0 vor zwei Wochen gegen Barcelona ging der BVB diesmal nicht ganz so verschwenderisch mit den Chancen um. Nach dem 2:0 beim tapferen tschechischen Double-Sieger führt der Revierclub die Tabelle punktgleich mit den Katalanen an, die Inter Mailand daheim mit 2:1 besiegten. „Es war ein wichtiger Sieg für den weiteren Verlauf der Champions League“, kommentierte Trainer Lucien Favre vor der nächsten Aufgabe in Mailand.

Die Maßnahme des Schweizer Fußball-Lehrers, Hakimi nicht als Außenverteidiger, sondern als Außenstürmer aufzubieten, erwies sich als kluger Schachzug. „Er war eine Waffe für uns“, schwärmte BVB-Kapitän Marco Reus. Beim Doppelpack in der 39. und 89. Minute kam dem marokkanischen Nationalspieler Hakimi seine immense Schnelligkeit zugute. Auf die Frage, wann ihm zuletzt zwei Treffer in einem Spiel gelungen waren, antwortete er mit einem schelmischen Grinsen: „Als ich klein war - glaube ich“. Der 20-Jährige ist nicht abgeneigt, künftig häufiger vorne auszuhelfen: „Ich kann diese Position spielen. Und der Trainer weiß, dass er diese Option hat.“

STIMMUNGSAUFHELLUNG Den hart erkämpften Erfolg werteten alle Beteiligten als Trendwende. Nach zuletzt durchwachsenen Auftritten in der Bundesliga beim 2:2 in Frankfurt und beim 2:2 gegen Bremen gab es das ersehnte Erfolgserlebnis. „Wir haben endlich wieder gewonnen. Darüber sind wir sehr glücklich“, bekannte Favre. Dass dennoch viele Wünsche offen blieben und der BVB in der 2. Halbzeit gehörig unter Druck geriet, konnte die gute Stimmung von Sebastian Kehl nicht trüben: „Natürlich war noch nicht alles gut. Aber warum sollen wir jetzt wieder das Haar in der Suppe suchen“, sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung.

RB Leipzig verliert 0:2 gegen Olympique Lyon

Hinten die beste Abwehr der Liga, vorn der Traum-Sturm mit Timo Werner und Yussuf Poulsen. Mit diesem Rezept hatte Ralf Rangnick RB Leipzig zum zweiten Mal in der Clubgeschichte in die Champions League geführt. Unter Nachfolger Julian Nagelsmann wackelt gerade das Prunkstück Abwehrkette. Die Folge: Zwei Niederlagen in Serie und dabei fünf Gegentore.

Gerade beim 0:2 gegen Olympique Lyon leisteten sich die RB-Verteidiger haarsträubende Patzer in der letzten Reihe. „Im Fußball darf man diese Fehler nicht machen. Egal, ob Kreisklasse oder Champions League“, sagte Nagelsmann. Der 32-Jährige bescheinigte seiner Mannschaft trotz der Niederlage eine gute Leitung.

Doch die Abwehr-Thematik lässt sich nicht so leicht wegdiskutieren. „Wenn man sich die fünf Tore anschaut, dann waren viele individuelle Fehler dabei. Das haben wir vergangene Saison selten gemacht. Das müssen wir abstellen, sonst kann man auf dem Niveau keine Spiele gewinnen“, betonte Torwart Peter Gulacsi. Der ungarische Nationaltorwart ist neben Kapitän Willi Orban die Verlässlichkeit in Person.

Dafür schwächeln gerade die hoch veranlagten Franzosen. Beim ersten Gegentor gegen Lyon verliert zunächst Ibrahima Konaté den Ball. Dann grätscht Dayot Upamecano derartig ungestüm in die Szene, dass der Ball bei Torschütze Memphis Depay (11.) landet. „Das war ein Kommunikationsproblem“, sagte Nagelsmann.

Vor dem 0:2 leistete sich Nordi Mukiele einen kapitalen Aussetzer, lässt den Ball einfach zu dem in seinem Rücken stehenden Lyon-Angreifer Martin Terrier (65.) durch. Selbst Nagelsmann hatte keine Erklärung für Mukieles Verhalten: „Die einfache Lösung wäre gewesen, den Ball einfach zum Torwart zu spielen. Solche Fehler in der letzten Reihe sind meistens tödlich.“

Und womöglich kommt es noch schlimmer. Konaté musste gegen Lyon bereits nach 23 Minuten verletzt vom Platz. Der Franzose hatte über einen stechenden Schmerz in der Hüfte geklagt. Ein MRT soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

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