Wüsting - Die Hoffnung stirbt zuletzt: An dieses Sprichwort klammert sich ein wenig auch Sylvia McDonald. „Bei einem Sieg gibt es vielleicht noch ein wenig Hoffnung“, sagt McDonald kurz vor ihrem ersten Pflichtspiel als Cheftrainerin von den Regionalliga-Fußballerinnen der Sf Wüsting-Altmoorhausen. Am Sonntagnachmittag (15 Uhr) empfängt der abgeschlagene Tabellenletzte die TSG Burg Gretesch.

Die Gäste liegen zehn Punkte und zwei Plätze vor den Wüstingerinnen. „Ich würde mich einfach mal für unsere Mannschaft freuen, wenn sie ein Erfolgserlebnis feiern könnte. Das wäre auch wichtig für das Selbstbewusstsein“, sagt die Trainerin, die im Dezember die Nachfolge des zurückgetretenen Ralf Eilenberger antrat und zusammen mit Heike Wenke-Stasiak ein Trainergespann bildet.

Viel zu verlieren haben die Wüstingerinnen nicht, denn die bisherige Bilanz ist überschaubar: Aus elf Partien stehen ein Punkt sowie ein Torverhältnis von 5:47 zu Buche. Ob in einer solchen Situation die Köpfe der Spielerinnen überhaupt frei sind? „Ich kann es nicht einschätzen“, rätselt die Trainerin. Das ansatzweise positive Gefühl, das sie selbst während der Wintervorbereitung nach dem 2:2 im Testspiel gegen den Oberligisten TV Cloppenburg II bekommen hatte, sei nach der 0:3-Niederlage gegen die SpVg. Aurich (Tabellenvorletzter der Oberliga) wieder verschwunden. „Während wir gegen Cloppenburg teilweise richtig gut mit viel Spaß und Biss gespielt haben, sind wir gegen Aurich wieder in alte Muster verfallen und fast die ganze Zeit nur hinterhergelaufen“, analysierte McDonald.

Gegen Burg Gretesch müssen nun also wieder eine Leistungssteigerung her, um sich für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren zu können. Allerdings ist die Trainerin skeptisch, ob ihr Team das hohe Tempo, was erforderlich sein wird, überhaupt über 90 Minuten gehen kann. „Wir können erst seit zwei Wochen auf dem Platz trainieren, eigentlich kommt dieses Spiel zu früh für uns“, meint McDonald. Immerhin kann sie bis auf Daniela Schmidt (Urlaub) auf ihren kompletten Kader zurückgreifen.

Im taktischen Bereich hat das neue Trainergespann eine wesentliche Änderung vorgenommen und wird nicht mehr mit einer Viererkette spielen lassen. Die Wüstinger Abwehr, ob nun als Dreierkette oder mit Libero, muss besonders auf die gegnerische Torjägerin Fatou Sonko aufpassen, die bereits im Hinspiel zwei Treffer markierte. Ansonsten fordern die Trainerinnen von ihrer Mannschaft mehr Mut und auch etwas Risikobereitschaft. Und mit einem Heimsieg würde dann auch die Hoffnung auf das „Wunder Klassenerhalt“ wieder etwas Nahrung bekommen....

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)