Wildeshausen - Gemeinsam für die gute Sache: Die Fußball-Profis von Werder Bremen und RB Leipzig treffen am Freitag, 9. Oktober, im Wildeshauser Krandel-Stadion in einem Benefizspiel aufeinander. Anstoß ist um 16.30 Uhr,
Der SV Werder Bremen kommt damit einer Bitte von Leipzigs Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Rangnick nach. Im Zuge geschäftlicher Beziehungen zum Unternehmen Private Greens/Kunstrasenwelt aus Wildeshausen hatte Rangnick von einem tragischen Unfall erfahren, bei dem am 3. August zwei Angestellte auf dem Weg nach Leipzig auf der A 14 schwer verletzt wurden und ein Mitarbeiter verstorben war. Er hinterlässt eine Familie mit drei Kindern im Alter von neun, zwölf und 18 Jahren (NWZ berichtete).
„Ralf Rangnick hat sich sofort gemeldet und seine Hilfe angeboten. Auch andere Führungspersonen von RB Leipzig haben sich gekümmert. Besuche im Krankenhaus und die Teilnahme an der Beerdigung sind Zeichen dafür, dass da viel Menschlichkeit hinter steht“, sagt Volker Sternberg, Geschäftsführer von Private Greens. Von den beiden verletzten Monteuren sei mittlerweile einer auf dem Weg der Besserung, der andere immer noch in einer Klinik – ihm drohe die Berufsunfähigkeit.
Alle Einnahmen aus dem Spiel und die Sponsorengelder sollen nach Abzug der Festkosten komplett auf das extra eingerichtete Hilfskonto eingezahlt werden. „Wir wollen die Veranstaltung so gut wie möglich hinbekommen“, sagt Wolfgang Sasse, Vorsitzender des VfL Wildeshausen. Bereits am 29. Mai dieses Jahres stand er vor dem Bezirksliga-Endspiel des VfL gegen Atlas Delmenhorst vor der organisatorischen Aufgabe eines Fußballfestes. „Daraus haben wir viel gelernt, und auf dieser Basis werden wir auch das jetzt durchführen“, so Sasse. Detailfragen wie Verkehrslenkung oder Einlaufkinder sollen in der kommenden Woche noch geklärt werden.
Beide Mannschaften haben zugesagt, mit ihrem bestmöglichen Aufgebot im Krandel-Stadion aufzulaufen. Da die Partie jedoch in die nächste Länderspielpause fällt, werden die in ihren Nationalteams geforderten Stars nicht mit dabei sein können.
Die Spieler der ersten Herren des VfL haben sich bereit erklärt, gemeinsam mit der A-Jugend neben einem professionellen Sicherheitsdienst als Ordner mitzuarbeiten. „Für uns ist das selbstverständlich, wir helfen da gerne mit“, erklärt Torhüter und Kapitän Sebastian Pundsack. „Wir kämpfen um jeden Euro“, sagt Sasse und betont: „Keiner kommt ohne gültige Eintrittskarte rein, denn hier soll der gute Zweck unterstützt werden.“
