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NWZonline.de Sport

Bob-Krimi endet mit vier Siegern

20.02.2018

Pyeongchang Nach einem Thriller um Gold in der olympischen Bob-Bahn von Pyeongchang umarmten sich die beiden Hauptdarsteller Francesco Friedrich und Justin Kripps innig. Nach vier spannenden Läufen im Olympic Sliding Centre durften sich die beiden Rivalen mit ihren Anschiebern Thorsten Margis und Alexander Kopacz am Montag gemeinsam als Olympiasieger feiern lassen. Der Sachse und der Kanadier hatten nach vier Durchgängen die exakt gleiche Zeit stehen.

„Das war ein Sensationsfinale, es war fantastisch für den Bobsport“, sagte Friedrich. Bundestrainer René Spies meinte: „Das war ein unglaubliches Rennen. So spannend habe ich das noch nie erlebt.“

Hinter Bronze-Gewinner Oskars Melbardis aus Lettland wurden Friedrichs Trainingspartner Nico Walther mit Christian Poser und der Berchtesgadener Johannes Lochner mit Christopher Weber Vierter und Fünfter. Walther hatte nach dem ersten Tag noch geführt.

Es war der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten. Zwei Bobs zeitgleich hatte es bereits bei den Winterspielen 1998 in Nagano gegeben. Damals holten der Italiener Günther Huber und der Kanadier Pierre Lueders Gold.

Mit Friedrichs Erfolg haben die deutschen Bobfahrer ihr Olympia-Trauma von Sotschi gleich im ersten Rennen überwunden. Vor vier Jahren waren sie erstmals in 50 Jahren ohne Medaille geblieben. „Für die gesamte Mannschaft nach den Jahren ist das eine unglaubliche Sache heute. Das waren intensive vier Jahre“, meinte der Bundestrainer. Der 27-jährige Friedrich ist der einzige deutsche Fahrer, der das Debakel vor vier Jahren als Aktiver miterlebt hatte. Auch für ihn war das damals eine persönliche Schmach, die er nun getilgt hat.

Auch das deutsche Skisprung-Team war am Montag erfolgreich: Andreas Wellinger und Co. jubelten auf dem Siegerpodest über Silber. Der zweite Platz hinter den überlegenen Norwegern war für Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Wellinger der erhoffte Abschluss für erfolgreiche Olympische Winterspiele in Südkorea. In einem Skisprung-Krimi setzte sich das DSV-Quartett hauchdünn vor den drittplatzierten Polen durch und sorgte damit im dritten Wettbewerb für das dritte deutsche Edelmetall der Männer.

„Für uns sind das riesige Spiele mit drei Medaillen. Darauf können wir stolz sein“, sagte Cheftrainer Werner Schuster und Überflieger Wellinger ergänzte: „Das hat hier unglaublich viel Spaß gemacht. Nach meinem Sprung hätte ich nicht gedacht, dass es noch aufgeht.“

Am Ende rettete das deutsche Team einen Vorsprung von 3,3 Punkten auf Polen zum Gewinn der Silbermedaille. Die überragenden Norweger waren indes kaum zu schlagen. So fehlten dem deutschen Team 22,8 Punkte auf die Skandinavier und das vierte Mannschaftsgold nach 1994, 2002 und 2014. Die Ausbeute kann sich aber sehen lassen, insbesondere Wellinger ist in Pyeongchang bereits im Einzel mit Gold von der Normal- und Silber von der Großschanze ins Rampenlicht gesprungen. Durch den neuerlichen Podestplatz ist der 22-jährige Bayer der erste deutsche Springer mit drei Medaillen bei den gleichen Winterspielen.

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