Frankfurt/Bremen - Werder Bremen muss wegen seiner mit Pyrotechnik hantierenden Fans 30.000 Euro Strafe bezahlen. Dieses Urteil hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes laut einer DFB-Mitteilung vom Dienstag gefällt.
Im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV am 1. März war aus dem Bremer Zuschauerblock mehrmals Leuchtspurmunition auf das Spielfeld geschossen worden. Außerdem brannte Pyrotechnik auf der Tribüne. Die Begegnung musste für etwa drei Minuten unterbrochen werden.
Werder muss zusätzlich 10.000 Euro in Sicherheitsvorkehrungen investieren. „Wir haben nach den Vorfällen des Nordderbys direkt reagiert und bereits erste Maßnahmen getroffen“, sagte Geschäftsführer Klaus Filbry in einer Mitteilung. „In Bremen hat es seit mehr als zehn Jahren keine gravierenden Pyrotechnik-Vorfälle mehr gegeben. Daher empfanden wir die Strafe als zu hoch.“
Der Fußball-Bundesligist hatte Teile des eigenen Anhangs wegen des Abbrennens von Pyrotechnik kritisiert und mit der Errichtung von hohen Absperrzäunen im Fanbereich gedroht. „Schließlich gefährdet Pyrotechnik Leib und Leben aller Stadionbesucher und kann daher nicht geduldet werden“, hatte Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer erklärt.
