Oldenburg - Die intensive Nachwuchs-Förderung des Trainer-Teams beim Verein Für Boxsport (VFB) trägt immer mehr Früchte. Jetzt nimmt der Halbschwergewichtler Jason Quansah in der nächsten Woche an den Deutschen Meisterschaften der U 21 teil. Für die Titelkämpfe, die von Mittwoch bis Sonntag, 14. bis 18. August, in Moers ausgetragen werden, hatte sich der 19-Jährige als Niedersachsen-Meister qualifiziert.
„Auch wenn ich in meiner Gewichtsklasse auf starke Konkurrenz treffe, die sich zum Teil bereits international bewährt hat, so möchte ich doch einen Platz auf dem Treppchen erkämpfen“, sagt Quansah, der sich sportlich seit 2007 voll und ganz dem Boxen widmet. Zuvor hatte der Schüler, der in diesem Schuljahr am Herbart-Gymnasium sein Abitur machen möchte, bei Tura 76 und GVO Fußball gespielt. Mehr zufällig kam er zum Boxen. „Ich wollte es mal ausprobieren und fand auf Anhieb Gefallen an dem Sport. Beim Boxen powert man sich voll aus und ist im Ring auf sich allein gestellt – das gefällt mir“, erzählt der 19-Jährige, der sich unter der Regie von Chef-Trainer Alexej Schmidt seit seinem Einstieg stetig weiterentwickelt hat.
Dank großen Trainingsfleißes und viel Disziplin zählt er heute zu den hoffnungsvollsten VFB-Talenten. Die U-21-DM sieht Quansah, dessen großes Vorbild Halbmittelgewichts-Weltmeister Floyd Mayweather (USA) ist, als große Herausforderung, auf die er sich intensiv vorbereitet hat. „Die gesamten Sommerferien über habe ich zweimal am Tag trainiert. Ich war auch zu einem Lehrgang am Olympia-Stützpunkt Gifhorn. Jetzt bin ich topfit“, sagt der 1,90 Meter große Musterathlet, der insbesondere auf seine große Reichweite baut.
Schmidt lobt zudem das geschickte taktische Verhalten seines Schützlings. Quansah behalte in den Kämpfen stets seine Linie bei und lasse sich auch bei hektischem Kampfverlauf nicht aus der Ruhe bringen. Urlaubsbedingt reist Schmidt erst bei einer Qualifikation für das Finale an, so dass Quansah in Moers zunächst auf sich allein gestellt ist.
Über seine Zukunftspläne ist sich der 19-Jährige noch nicht im Klaren: „Erst einmal möchte ich mein Abitur absolvieren – dann sehe ich weiter. Sollte sich die Chance zum Box-Profi ergeben, werde ich sicher versuchen, sie zu nutzen.“
