Vechta - Den knapp 500 Zuschauern sind auf dem Rundkurs am Vechtaer Reiterwaldstadion am Sonntag zwei spektakuläre Entscheidungen in Querfeldeinradrennen geboten worden. In der Männer-Eliteklasse war am Ende Ole Quast vom Stevens-Racing-Team um einen Wimpernschlag vor seinem Teamkollegen Paul Lindenau im Ziel (beide sieben Runden, 58:37 Minuten). Im Endspurt der Frauen hatte Jessica Lambracht (Stevens-Racing-Frauen-Team) nach einer Berührung mit ihrer Rennstall-Kollegin Lisa Heckmann Probleme mit der Gangschaltung. Sie lief die letzten 200 Meter und lag so am Ende klar (vier Runden, 38:40 Minuten) hinter Heckmann (vier Runden, 37,34). Die beiden Rennsieger haben auch die Gesamtwertung des Deutschland-Cups gewonnen.
Zu den Gewinnern zählt aber auch der Veranstalter RSG Lohne-Vechta. Und zwar nicht nur, weil die Lokalmatadore Thomas Hannöver (8.), Johannes Siemermann (13.) und Franz Egert (31.) im Elite-Rennen, das vier Fahrer aus dem Hamburger Stevens-Rennstall vorne sah, überzeugten. Mindestens genauso wichtig war den Organisatoren, dass der leicht veränderte Rundkurs die Fahrer überzeugte – soll auf ihm doch im Januar 2016 die Deutsche Meisterschaft stattfinden. „Wir haben eine gute Resonanz bekommen“, sagte Ulrike Lichtenstein vom Veranstalter. Der Kurs habe von allem etwas und sei sehr anspruchsvoll. „Das kommt gut an“, so Lichtenstein.
Gut angekommen sind im doppelten Sinne auch Fahrer aus dem Landkreis Cloppenburg. So konnte sich zum Beispiel Sven Harter, der für Unna startet, Platz zehn der Klasse Senioren 3 (Jg. 1955 - 1964) sichern und Detlef Irmer (RSC Garrel) den achten Platz der Hobbyklasse Senioren 3 erobern. Die Cappelner Nachwuchsfahrer Julius und Leonard Hannöver (RSG Lohne-Vechta), die es mit wesentlich älterer Konkurrenz zu tun hatten, zeigten, dass mit ihnen zu rechnen ist.
