Rallenbüschen - Packenden Pferdesport haben die Zuschauer beim großen Spring- und Dressurturnier des RC Varel-Rallenbüschen geboten bekommen – auch wenn das Wetter bei der 23. Auflage nicht ganz mitspielen wollte und der Springplatz durch mehrere ergiebige Regenschauer im Laufe der zweitägigen Veranstaltung in Mitleidenschaft gezogen wurde.

„Wir hatten das erste Mal nach über zehn Jahren Pech mit dem Wetter. Dennoch sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen“, bilanzierte Jürgen Ohlig, Erster Vorsitzender des RC Varel-Rallenbüschen und gemeinsam mit Bernd Langner zudem Turnierleiter. Zwar hatten die Chef-Organisatoren, die von einem rund 30-köpfigen, sehr engagierten und eingespieltem Helferteam unterstützt wurden, sehr zu ihrem Bedauern bei den Starts wegen der ungünstigen Wetterprognosen viele kurzfristige Absagen hinnehmen müssen. Andererseits konnte alle Prüfungen termingerecht ausgetragen werden und mussten keine Absagen erfolgen.

„Zudem gab es erfreulicherweise keine Unfälle, auch weil der Springplatz früher ein Sandplatz war und dadurch ganz gut durchgehalten hat“, erläuterte Ohlig: „Schließlich liegt unter der dünnen Humusschicht bei uns fester Sand, wodurch es trotz des oben aufgeweichten Untergrunds für Reiter und Pferd nicht rutschig wurde.“

Den sportlichen Höhepunkt auf der Reitanlage Langner am Birkenweg bildete dann auch das abschließende S*-Springen am Sonntagabend, das aufgrund des Regens – anderes als geplant – jedoch nicht mit einer Siegerrunde, sondern nur mit einem einzigen Umlauf normal gewertet wurde. Dabei setzte sich Julia de Riese (FRV Filsum) auf Satchmo mit 4 Fehlerpunkten und 58.00 Sek. vor Heike Jahncke (RV Ganderkesee/4/60.00) auf Saccharine Smile und Ulrike Gerdes (RG Dangast/4/61.12) auf Conbrio durch.

Julia de Riese hatte zuvor mit einem fehlerfreien Ritt in 59.40 Sek. auch die Springprüfung der Klasse M** für sich entscheiden können. „Dass sie überraschend beide Springen gewonnen hat, war eine herausragende Leistung“, betonte Ohlig: „Auch wenn sie für diesen Boden ein sehr gutes Pferd hatte und überhaupt in dieser Saison sehr gut unterwegs ist.“

Den zweiten Platz in diesem M**-Springen sicherte sich ebenfalls ohne Abwurf Lokalmatadorin Ulrike Gerdes (RG Dangast/61.23) mit Conbrio. Dritter wurde Heinz-Hermann Decker (RV Hoeven/4/58.75) auf Charel Gold.

Im M*-Springen am Samstag hatte Heinz-Hermann Decker (RV Hoeven) auf Charel Gold mit null Fehlerpunkten und 62.59 Sek. die Nase vorn. Zweite wurde Ulrike Gerdes (RG Dangast/4/58.51) mit Conbrio, gefolgt von Gedeon Ruven Beermann (RUFV Friesoythe/4/59.98) auf Shutterfly’s Sunshine sowie Lorenzo Broers (RG Dangast/ 4/60.75) auf La Cucaracha.

Derweil konnten die Dressurwettbewerbe in der Halle unabhängig von der Witterung wie gewohnt ausgetragen werden, wobei der Boden dort in diesem Jahr zum Turnier hin noch einmal verbessert worden war. Das spielte in der M*-Dressur am Samstagnachmittag vor allem Maike Harbers-Bahr (RUFV Nordbutjadingen) auf Diacone in die Karten, die sich mit der Wertnote 7.50 den Sieg sicherte. Melanie Lüttge (RUFV Hooksiel/6.90) belegte auf Disco Pogo den fünften Rang.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)