Vechta - Die zweite Niederlage für Rasta Vechta innerhalb von zwei Tagen tat diesmal nicht so weh, auch wenn es das letzte Heimspiel in der Basketball-Bundesliga für zumindest ein Jahr sein wird. Die Niederlage von 58:82 (13:21, 16:15, 12:25, 17:21) gegen Bayern München, das als Erster der Punkterunde optimale Bedingungen für die Play-Offs haben wird, nötigte Rasta-Coach Pat Elzie Respekt vor seinem Team ab.
„Wir haben uns gegen das zurzeit beste Team in Deutschland gut verkauft, den schweren Rückschlag des Abstiegs einigermaßen verkraftet und uns gut gewehrt“, lautet Elzies Fazit nach dem Duell mit dem Titelaspiranten.
Vechtas Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Bayerns John Bryant markierte den ersten Treffer, doch es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Aber viele ungenaue Würfe fanden nicht das Ziel, und so führte Bayern nach dem ersten Viertel mit 21:13. Im zweiten Viertel kam Rasta gut zurück. Richie Williams und Daniel Krauses Drei-Punkte-Würfe zum 19:21 brachten Rasta zunächst heran und sorgten prompt für eine Auszeit der Gäste. Auch Isaac Butts tat sich hervor, der besonders unter dem Korb die Übersicht behielt.
Doch dann kam der Einbruch. Rasta vergab gute Chancen, während Bayern das Spiel breitmachte und seine ganze Klasse offenbarte. Besonders Heiko Schaffartzik, mit 14 Punkten nach Nihad Djedovic (15) bester Schütze, zeigte eine beeindruckende Form. Mit 36:29 ging München in die Halbzeit und gab sich auch im dritten Viertel keine Blöße. Vechta steckte zwar nicht auf, aber Dirk Mädrichs Dreier zum 37:50 war nicht mehr als ein Achtungserfolg, denn nun dominierten die Bayern und führten vor dem Schlussviertel 61:41.
Danach häuften sich die Freiwürfe auf beiden Seiten, wobei hier Rasta mit einer 85-Prozent-Quote sogar ein kleines Übergewicht verzeichnete. Das war in der am Donnerstag, 1. Mai, in Bremerhaven zu Ende gehenden Saison beim Neuling nicht immer so. München zog das Tempo an und kam über 70:48 (35.) zu einem 82:58-Erfolg. Dabei probte Rasta-Coach Elzie schon einmal den Ernstfall für die kommende Saison, ließ in den Schlussminuten mit Dirk Mädrich, Max Weber, Daniel Krause, Oliver Mackeldanz und Axel Jarchow fünf deutsche Spieler gleichzeitig auf dem Feld. Dieses Quintett werden die Fans wohl auch in der kommenden Saison in der Pro A sehen.
Ob unter Pat Elzie als Coach ließ Präsident Stefan Niemeyer offen. Auf jeden Fall solle der Wiederaufstieg in Angriff genommen werden. Münchens Coach Svetislav Pesic, der die „fantastische Kulisse“ lobte, meinte nach dem Spiel: „Vechta hat in dieser Saison viel Lehrgeld zahlen müssen, aber auch viel Pech gehabt.“
