Vechta - Langsam wird’s unheimlich. Seit 28 Heimspielen ist Rasta Vechta wettbewerbs- und saisonübergreifend in der heimischen Festung ungeschlagen, und diese magische Serie soll an diesem Samstag (20 Uhr/Rasta Dome) gegen die Merlins Crailsheim halten. Die bislang letzte Heimpleite kassierte Vechta am 11. April 2022 gegen Science City Jena – es war das letzte Spiel der vorvergangenen (!) Saison.
Auch in die laufende Bundesliga-Saison war der Aufsteiger wahrlich zauberhaft mit drei Siegen in Serie gestartet und hat zudem bereits das Viertelfinale im Pokalwettbewerb erreicht. Inzwischen hat Vechta in der Liga zwei Spiele verloren – aber eben nur auswärts, bei Meister Alba Berlin und zuletzt bei den Hamburg Towers. Ausflüge in Millionenstädte scheinen dem Überraschungsteam aus der 35 000-Einwohner-Stadt im Oldenburger Münsterland noch nicht so zu liegen.
Doch auch auf ihre Heimstärke verlassen sich die Vechtaer vor dem Gastspiel der Zauberer im Rasta-Dome nicht. „Mit dem, was wir in Hamburg im 1. Viertel gespielt haben, waren wir nicht zufrieden. Ich erwarte nun einen besseren Start von uns“, sagte Chefcoach Ty Harrelson: „Unsere Konzentration und Physis muss von Beginn an da sein. Und wir müssen den Ball besser bewegen.“
Sein Spieler Ryan Schwieger pflichtete ihm bei: „Ja, wir haben in diesem Spiel nicht so gut gespielt, wie wir es hätten tun sollen – dafür haben wir den Preis bezahlt. Das kann im Laufe einer Saison immer mal wieder passieren.“ Es komme aber darauf an, wie man darauf reagiert: „Wir sind auf das nächste Spiel vorbereitet und werden unseren Job machen.“
Harrelson warnt zudem davor, die Crailsheimer zu unterschätzen. Nicht nur steht der Tabellenletzte nach fünf Niederlagen in Folge unter Druck und will unbedingt gewinnen – Merlins-Coach Nikola Markovic erklärte das Duell im Rasta Dome jüngst zum „in diesem Moment wichtigsten Spiel der Saison“ –, auch seien die Merlins stärker, als es die Tabelle aussage. „Fakt ist, dass die Merlins viele gute Spieler haben und wir bereit sein müssen für ein sehr physisches Spiel“, so Harrelson.
