Vechta - Alexander Müller, Manager beim Basketball-Zweitligisten Rasta Vechta, wird nach dreieinhalb Jahren, in denen er zwei Aufstiege sowie den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga miterlebte, den Verein Ende Oktober verlassen. Der 28-jährige gebürtige Vechtaer wird ab 1. November beim münsterländischen Handball-Zweitligisten TV Emsdetten eine neue, aber ähnliche Aufgabe wie in Vechta übernehmen.
Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer eröffnete die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gleich nach Müllers Mitteilung von dessen Abschied. „Selbstverständlich werden wir diese Stelle neu besetzen und dafür Sorge tragen, dass sowohl die Sponsorengewinnung als auch die Betreuung unserer Unterstützer weiter so ausgezeichnet funktioniert.“
Funktioniert hat bei Rasta Vechta die Wiedergutmachung nach der 56:74-Niederlage in Gotha. Keine 48 Stunden danach schlugen die Rastaner in ihrem zweiten Heimspiel vor erneut ausverkauftem Haus die MLP Academics Heidelberg mit 91:75 (22:19, 24:26, 24:18, 21:12, die NWZ berichtete). Beste Scorer waren Vincent Bailey mit 25 und Chase Griffin mit 19 Punkten. „Die Niederlage in Gotha hatte wehgetan. Aber die Mannschaft hat das gut gemeistert“, urteilte Vechtas Trainer Stephen Arigbabu, der auf Center Donald Lawson, der sich in Gotha eine Muskelverletzung zugezogen hatte, und auf Max Weber (muskuläre Probleme im Oberschenkel) verzichten musste.
Die Gastgeber kamen nur schwer ins Spiel, lagen 3:8 zurück. Doch als bei Heidelberg Chris Gadley verletzt ausfiel, zeigte sich der Gast sichtlich beeindruckt. Vechta führte 17:14, ehe Nico Adamczaks Wurf aus der eigenen Hälfte das 19:22 nach dem ersten Viertel bedeutete.
Den zeitweiligen Sechs-Punkte-Rückstand verwandelte Heidelberg zu Beginn des zweiten Abschnitts in eine 34:28-Führung. Doch zwölf Punkte von Vinnie Bailey, der in der ersten Hälfte 19 Zähler verbuchte, hielten Vechta im Spiel, das zur Pause mit 46:45 führte. Wie schon im Heimspiel gegen Leverkusen hatte Vechtas Verteidigung Probleme mit den Distanzschützen des Gegners gehabt.
Dem miserablen dritten Viertel in Gotha ließ Vechta nun eine 13:0-Serie nach dem Seitenwechsel folgen. Aber der Gast hielt vor allem dank Distanzschütze Adamczak mit, ehe es mit einem 70:63 für Vechta ins Schlussviertel ging. In dem fiel gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende die Entscheidung. Blanchard Obiango traf mit seinem zweiten Dreier zum 81:70.
Mit nun zwei Siegen aus drei Spielen geht Vechta an diesem Sonnabend schon in sein drittes Heimspiel, wenn um 20 Uhr Nürnberg (ein Sieg aus drei Spielen) der Gast sein wird. Für die Partie gehen an diesem Mittwoch ab 10 Uhr noch mehrere hundert Tickets in den Online-Verkauf über die Rasta-Homepage.
