RASTEDE - Es war ein faires Turnier, aber die Bedeutung des Cups spiegelte sich im Einsatz der Teams wieder. Einige Wortgefechte mit Schiedsrichtern und Gegenspielern blieben dabei nicht aus.

Von Martin Ohm

RASTEDE - So manche Niederlage war auch bei Turnierende noch nicht ganz verwunden, als die Jeddeloher und Metjendorfer Spieler zusammen feierten. Der SSV hatte in gewohnt souveräner Manier die Hallenkreismeisterschaft gewonnen, wenn er sich auch im Turnierverlauf steigern musste.

Mit dem Gruppensieg hätte es fast nicht geklappt, denn im letzten Vorrundenspiel gegen Ofen lag der Bezirksligist schon mit 0:2 hinten, schaffte in Unterzahl aber noch das Unentschieden und sorgte damit für ein heißes Viertelfinalduell. Dort traf der SSV auf die Wiefelsteder, die in ihrer Gruppe nur Zweiter wurden. 500 Zuschauer sahen, wie Jeddeloh unter wütenden Protesten der Wiefelsteder in Führung ging. Die Eintracht-Spieler und Trainer wollten zuvor ein Foul gesehen haben. Olaf Blancke nutzte die Aufregung und erhöhte auf 2:0 – die Entscheidung. Die Wiefelsteder Gemüter beruhigten sich allerdings lange nicht.

In den weiteren Viertelfinals setzte sich Metjendorf mit 3:2 gegen Edewecht, Lehmden mit 3:1 gegen Kickers Wahnbek und Ofen gegen Friedrichsfehn durch. Überraschungsteam Ofen benötigte dabei ein Neunmeterschießen, weil es in der regulären Spielzeit kurz vor dem Ende das 2:2 kassierte.

Im Halbfinale hatte Ofen gegen Metjendorf die große Chance zur Führung, vergab aber und geriet durch ein Abstimmungsproblem und einen herrlichen Heber mit 0:2 in Rückstand. Nach dem Anschlusstreffer verhinderte TV-Torwart Sven Bargharn mit einer Glanzparade den Ausgleich. Das 3:1 für Metjendorf brachte die Entscheidung.

Souverän beherrschte Jeddeloh das Spiel gegen Lehmden. Der SSV ging mit 2:0 in Führung und geriet nicht einmal in Verlegenheit, als Lehmden den Anschlusstreffer markierte. Im Finale ein ähnliches Bild: Jeddeloh dominiert und lässt sich auch durch das zwischenzeitliche 2:1 nicht aus der Ruhe bringen.

So nahmen die Jeddeloher zum vierten Mal in Folge den Ammerlandcup vom Veranstalter TuS Lehmden entgegen. Außerdem stellten die Jeddeloher mit Marcel Jacobs den besten Torwart, während die Ehrung des besten Spielers an Metjendorfs Abwehrspieler Tobias Kieper ging.