RASTEDE - Die Schwedin Nina Hofmann hat am Sonntagnachmittag beim Oldenburger Landesturnier die schwere Dressurprüfung Grand Prix de Dressage gewonnen. Auf dem 15-jährigen dänischen Wallach Leo af Magnushöj zeigte die für den RFV Wedel an den Start gehende Siegerin im Rasteder Schlosspark eine überragende Vorstellung. Das Duo erhielt von den fünf Wertungsrichtern 1640 Punkte.

„Ich bin das erste Mal in Rastede. Und dann gleich den Grand Prix de Dressage zu gewinnen: Das ist schon toll. Das Turnier hier hat ein Flair wie ein internationales. Ich hoffe, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können“, sagte Hofmann. „Das Pferd glänzte in der Piaffe und der Passage. Es war locker und losgelassen. Einfach eine Top-Vorstellung“, lobte Richter Hans-Egon Düring aus Bunde.

Bianca Kasselmann vom RSC Osnabrücker Land belegte mit ihren beiden Pferden Aribo (1567) und Amadeus (1564) die Plätze zwei und drei. Als bester Dressurreiter wurde Hannes Baumgart vom RV Aller-Weser geehrt. Durch seine Platzierungen in den vier S-Dressuren verwies er Nina Hofmann und Bianca Kasselmann auf die Ränge zwei und drei.

Ebenfalls hochkarätiger Dressursport wurde in der Klasse  M, Kür-Mannschaft geboten. Leider waren in diesem Jahr mit dem PSV Hannover-Süd und dem Bezirksverband Oldenburg nur zwei Reiterverbände am Start. Die Gäste aus der Landeshauptstadt zeigten dabei die reifere Leistung mit einem exzellenten Ideenreichtum. Auch der Ausdruck der Pferde begeisterte Richter und Zuschauer gleichermaßen. Das Quartett sicherte sich mit 35 Punkten den Sieg.

Doch auch das Oldenburger Team unter der Leitung von Reitlehrerin Katja Stöver brauchte sich keineswegs verstecken. Für die Darbietung gab es gute 32,8 Punkte. Zur Mannschaft gehörten Alexandra Schneider vom RFV Wöschenland auf Power of Love, Kerstin Herden (RC Hude) auf Aventis, Monika Warrelmann (RV Ganderkesee) auf Fellini und Martina Wolf (RC Hude) auf Copain.

Gefragt nach der Abstinenz der anderen Verbände vermutet Richter und Moderator Bernd Menke die Scheu vor dem aufwendigen Training für diese schwere M-Prüfung: „Es ist nicht so einfach, eine Mannschaft zusammen zustellen, die sich aus den einzelnen Reitvereinen rekrutiert.“