RASTEDE - Wer es schon mal geschafft hat, wird dieses Gefühl nicht mehr vergessen: „Es ist einfach einmalig, vor mehreren tausend Zuschauern die Goldmedaille und die Siegerschärpe überreicht zu bekommen“, sagt Springreiter Mario Stevens. Für die Oldenburger Spring-und Dressurreiter stehen die Landesmeisterschaften hoch im Kurs, werden doch insgesamt acht Goldmedaillen vergeben.

Aufgrund der Leistungsdichte ist es oftmals schwieriger Landeschampion als Weser-Ems-Meister zu werden. „Oldenburg stellt in diesem Jahr bei den Jugend-Europameisterschaften fast 20 Prozent des deutschen Kontingents“, sagt Reiterpräsident Hans Fleming nicht ohne Stolz. Die Landesmeisterschaften werden am Mittwoch mit den ersten Wertungsprüfungen der Ponyreiter eröffnet. Weitere Titel werden im Jugendbereich, in der Reiterklasse und natürlich auch in den 40+ Wettbewerben vergeben. In jeder Klasse gilt es, drei Wertungsprüfungen zu reiten. Großer Finaltag ist der Sonnabend mit anschließender Meisterehrung vor der voll besetzten Haupttribüne.

Höhepunkt sind natürlich die Titelkämpfe in der Klasse S. Im Parcours und Dressurviereck haben jeweils rund 50 Akteure die Goldmedaille im Visier. Ob nun Rolf Moormann, Iver Börnsen (beide Ahlhorn), Gilbert Böckmann (Lastrup), Gerd Sosath (Lemwerder), Joachim Heyer (Cappeln), Mario Stevens (Molbergen) oder Sören Pedersen (Holzhausen) – die Liste der Favoriten ist lang. Jeder ist für einen Sieg gut, und die Tagesform wird entscheidend sein.

Im Dressurviereck zählen Vorwerk-Bereiterin Tanja Lammers, Sandra Kötter (Klein Roscharden) und auch Anja Willimzig (Hausstette) zu den Titelfavoriten.