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NWZonline.de Sport

Sieger stürmt an Pommesbude

29.07.2019

Rastede Der Sieger im Rasteder Viererzug Championat des Oldenburger Landesturniers gönnte sich erst einmal eine fette Portion Pommes, für sein Gespann gab’s nach gutgetaner Arbeit zunächst eine kalte Dusche, dann ein bisschen Heu und später das verdiente Kraftfutter.

Markus Stottmeister strahlte derweil an der Imbissbude mit der Sonne im Schlosspark um die Wette. „Es hat alles gepasst. Die ersten vier Hindernisse haben uns geholfen, gut in diese Marathonstrecke hineinzukommen“, meinte der 23-jährige Mann aus Bösdorf (unweit von Wolfsburg) nach der erfolgreich abgeschlossenen Geländestrecke der Klasse S, die er kurz zuvor mit seinen prachtvollen Pferden Cash, Celine, Cassie und Crazy als Bester (83,78 Strafpunkte) bewältigt hatte.

Stottmeister, der Führende nach der Dressur (45,93 Strafpunkte) und dem Hindernisfahren (0 Fehler), war als Letzter der zehn Gespanne ins Gelände aufgebrochen. Mit dem Erfolg sicherte er sich bei seiner erst zweiten Teilnahme am Landesturnier nicht nur mit insgesamt nur 129,71 Strafpunkten die Kombinationswertung bei den Vierspännern, sondern womöglich auch das Ticket für die anstehende Europameisterschaft in Donaueschingen.

„Dass ich hier gewinne, damit habe ich nicht gerechnet. Mein Ziel war es unter die ersten Drei zu kommen, um vielleicht noch ein EM-Ticket zu ergattern“, war er selbst überrascht vom guten Lauf seiner Vierbeiner. Einzig auf den längeren Passagen musste er sein Pferd Crazy „ein bisschen bitten“. Ansonsten lief es rund, auch und besonders an den beiden letzten Hindernissen. „Da war es eng. Zwei sehr knifflige Aufgaben“, meinte Stottmeister später.

Der Rasteder Dauergast und Lokalmatador Rainer Duen (Steinburg) musste sich mit Salvo, Frisko, Solo von Ludwigsburg und Re Watch im Gelände mit Platz sechs (103,79 Strafpunkte) zufriedengeben. Duen hatte nach der Dressur und dem Hindernisfahren als Viertplatzierter noch aussichtsreich im Rennen gelegen. Doch zwei schlechte Durchfahrten an beiden Wasser-Hindernissen warfen Deutschlands erfolgreichen Championatsfahrer entscheidend zurück.

Ein ganz großer Name der internationalen Vierspänner-Szene fehlte derweil bei der abschließenden Geländefahrt im Schlosspark: Christoph Sandmann, mehrfacher Weltmeister aus Lähden im Emsland. Der 52-jährige Ausnahmekönner verzichtete auf die Marathonstrecke mit Rücksicht auf seine drei noch jungen Pferde im Vierergespann. Gleichwohl nutzte Sandmann das Rasteder Turnier als eine willkommene Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Heraus sprangen ein dritter Rang in der Dressur (49,38 Strafpunkte) und ein vierter Platz im Hindernisfahren (3 Fehler).

Der Parcourschef Fahren, Josef Middendorf (Steinfeld), hatte den Vierspännern wie auch zuvor schon den Zweispännern und Pony-Zweispännern eine anspruchsvolle, und doch gut zu bewältigende Aufgabe mit auf die Marathonstrecke (6100 Meter Länge M; 7200 Meter Länge S) gegeben. Nach der Aufwärmphase von rund 5,5 Kilometern und der Verfassungsprüfung waren vier feste und zwei mobile Hindernisse zu durchfahren.

Der direkte Weg war zugleich der schwierigere, ein anderes Mal – wie beim großen Wasserhindernis oder etwa am Schwanenwall – musste sich der Fahrer für eine Rechts- oder Linkskurve entscheiden. In allen Fällen fanden die Teilnehmer eine Lösung, so dass auch der Parcourschef zufrieden nickte. „Für mich ist es immer schön, wenn ich sehe, wie die Fahrer alle von mir angebotenen Alternativen annehmen. Dann habe ich gut aufgebaut“, sagte Middendorf, der seit 2008 für den Parcours bei den Fahrern in Rastede verantwortlich zeichnet.

Der strahlende Sieger Stottmeister jedenfalls wollte beim Pommes-Essen da nur ungern widersprechen.

Otto-Ulrich Bals Autor
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