RASTEDE - Erst war es „nur“ der Versuch, Gleichgesinnte zu gewinnen, um sich für einen Freilaufplatz für Hunde im Schlosspark stark zu machen. 21 Interessierte kamen zum ersten Treffen, 33 waren es schon bei der zweiten Veranstaltung dieser Art, freute sich Annelie Bruns, die gemeinsam mit Jann Tams und Willi Tholen die Treffen initiierte. Jetzt wird daraus eine regelmäßige Veranstaltung. An jedem ersten Mittwoch im Monat, das nächste Mal also am 4. Juni, treffen sich Hundefreunde um 19.30 Uhr im „Hof von Oldenburg“.

Diese Zusammenkünfte finden ohne Hunde statt – im Gegensatz zu den Spaziergängen, die künftig an jedem Donnerstag stattfinden sollen, Treffpunkt 17 Uhr auf dem Marktplatz.

Den Probelauf gab’s ganz spontan in dieser Woche, vom Marktplatz vorbei am Rathaus, durch die Oldenburger Straße zum Kögel-Willms-Platz, mit kurzem Auslauf für die Hunde, „um zu zeigen, wie gehorsam sie sind“, so Anneli Bruns. Weder liefen die Tiere auf die Straße noch belästigten sie Passanten.

„Wir wollen positive Aufmerksamkeit wecken“, so die Hundebesitzerin: „Wir wollen durch den Ort gehen, ohne Stress, ohne die Hunde anzuschreien, ohne Gekläffe, und wir wollen zeigen, dass wir Rücksicht auf Fußgänger und Passanten nehmen.“ Beim ersten Mal schien das auch gut geklappt zu haben: „Wir sind von einigen Leuten angesprochen worden, wir haben anerkennende Worte gehört.“

Und dass zwischendurch „Hinterlassenschaften“ der Hunde sofort beseitigt werden, „ist selbstverständlich“.

Demonstriert werden soll bei den Donnerstags-Spaziergängen auch, dass Hunde an der Leine auch in der Menge gut geführt werden können, „obwohl angeleinte Tiere immer mürrischer sind als Hunde, die frei laufen können.“

Während der jüngsten Zusammenkunft wurde auch ein Gedanke laut: Eine Kennzeichnung der Hunde, die auch für Außenstehende sichtbar ist. Auch damit würden sich verantwortungsbewusste Hundehalter von den „Herrchen“ und „Frauchen“ abgrenzen, die ihre – mitunter schlecht erzogenen – Tiere gedankenlos im Freien herumlaufen lassen.