Rastede/Varel - Die lange Anreise hatte sich nicht gelohnt: Mit 19:43 (7:24) mussten sich die Rugby-Spieler der Northern Lions am Samstag im Auswärtsspiel bei den FT Adlern Kiel geschlagen geben. Durch die klare Niederlage fielen die Lions bis auf den vorletzten Tabellenplatz der Regionalliga-Nord zurück.
„Wir werden versuchen, mit voller Mannschaftsstärke schnell aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen“, gibt Lions-Mannschaftführer Radu Dragomir vor: „Das Rückspiel wird sicherlich unter anderen Bedingungen ablaufen und wir wollen ein gleichwertiger Gegner sein.“
Größtes Manko aus Sicht der Spielgemeinschaft aus Rastede und Varel war die dünne Personaldecke. So machten sich die Lions nur mit einem Mini-Kader auf den langen Weg nach Kiel – und das machte sich bemerkbar. Denn auch wenn die Lions – trotz der deutlichen Niederlage – nicht chancenlos waren, konnten sie ihr ansonsten schnelles Laufspiel nicht aufziehen.
So gerieten die Gäste bereits nach fünf Minuten mit 0:7 in Rückstand, kämpften sich aber noch einmal zurück. Die Lions nutzten eine Unaufmerksamkeit der Gastgeber und glichen nach elf Minuten aus. Zu mehr sollte es aber nicht reichen. Denn die Adler hatten mit Lionel Coetzee den überragenden Spieler der Partie in ihren Reihen. Der Zugang aus Namibia fand jede Lücke in der Lions-Defensive und setzte seine Mitspieler mit starken Läufen immer wieder gekonnt in Szene.
Angeführt von Coetzee bauten die Adler ihre Führung bis zur Pause auf 24:7 aus. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff legte Coetzee erneut einen Versuch (insgesamt drei und zwei Erhöhungskicks) und ließ diesem einen weiteren zum Stande von 31:7 folgen.
Nach einer Verletzungsunterbrechung mussten die Northern Lions sogar in Unterzahl weiterspielen und konnten entgegen der Erwartungen durch Dirk Ludwig auf 31:14 verkürzen. Ein schneller Gegenversuch der Adler führte dann jedoch zum entscheidenden 38:14. Kurz vor Schluss konnten die aufopferungsvoll kämpfenden Lions den Endstand durch Thade Hobbensiefken zum 43:19 erzielen.
Den Lions kommt die lange Spielpause bis zum 20. Oktober nun sicherlich gelegen. Dann reisen die Ammerländer und Friesländer zum RFC Hamburg Exiles.
