Rastede/Varel - Saisonstart geglückt: Zwar haben die Rugbyspieler der Northern Lions am Sonntag bei ihrem Auftaktspiel in der neuen Regionalliga-Spielzeit gegen die körperlich überlegene Mannschaft des FC St. Pauli II nicht so souverän gespielt, wie es sich Interimstrainer Tobias Wehrkamp erhofft hatte. Dennoch fuhr seine Mannschaft einen 32:14-Erfolg ein.
Vor dem Spiel hatte Wehrkamp von seinen Spielern gefordert, die eigenen Aktionen mit schnellen Bällen aus den Kontaktpunkten zu gestalten. Ob dieser Matchplan gegen die Hanseaten auch in die Tat umgesetzt werden konnte, verfolgten auf der Tribüne im Ammerland auch die U-10-Spieler aus Rastede und bekamen dabei den einen oder anderen Trick geboten.
Zunächst schienen die Spieler des FC Rastede und des SC Varel die Vorgabe ihres Coaches auch umzusetzen und konnten trotz heftiger Gegenwehr der St. Paulianer bereits in der 5. Minute den ersten Versuch mit Erhöhung zur 7:0-Führung nutzen. In der 12. Minute musste das Lions-Team allerdings für ein technisches Vergehen die Gelbe Karte hinnehmen und dadurch in den kommenden zehn Minuten in Unterzahl spielen.
Kurz nach der numerischen Komplettierung der Gastgeber war es Michael Budde, der die 12:0-Führung besorgte (24.). Das war es aber dann auch schon bis zur Halbzeitpause. Die Northern Lions spielten insgesamt gefällig, aber häufig fand der finale Pass nicht den Mitspieler. Und die Gäste von der Elbe versuchten, ihre körperliche Überlegenheit ins Spiel einzubringen. Auf beiden Seiten gab es somit keine zwingenden Aktionen. Es dauerte bis zur zweiten Halbzeit, ehe Radu Dragomir (53.) und Budde (59.) die Führung der Gastgeber auf 22:0 Punkte ausbauen konnten.
Erneut schwächte sich die Heimmannschaft aber durch ein Technisches Foul und die damit verbundene Gelben Karte für die nächsten zehn Minuten. So mussten die Lions durch Stelloh einen Versuch hinnehmen, den Nouri für die Hamburger zum 22:7 erhöhte. Dirk Ludwig konnte in Unterzahl aber einen energischen Einsatz mit einem Versuch zum 27:7 abschließen. Dragomir erzielte sogar noch das 32:7 (74.). Am Ende konnten die Hansestädter durch einen weiteren Versuch mit Erhöhung nur noch auf 32:14 verkürzen.
„Wir haben es uns durch persönliche Fehler unnötig schwer gemacht, mussten allerdings auch ohne Ersatzspieler auskommen“, bilanzierte Teamchef Hans-Jürgen Ammermann: „Die Spielanlage der Lions war über die gesamten 80 Minuten klarer und offensiver angelegt. Die Handschrift von Wehrkamp war in vielen Szenen zu erkennen. Wie schon in den Jahren zuvor waren die Aktionen von schnellen Angriffen geprägt.“
