Rastede/Varel - Mit einem absolut ungefährdeten 89:14-Kantersieg gegen die ersatzgeschwächten Gäste von Germania List II aus der Landeshauptstadt Hannover haben sich die Rugbyspieler der Northern Lions den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord zurückerobert. Die Akteure der Spielgemeinschaft des FC Rastede und SC Varel kommen nach dem vorletzten Saisonspiel nun auf 39 Punkte hinter dem bereits als Meister feststehenden Team von Hannover 78 II (48) und vor den Welfen aus Braunschweig (35).

Bereits in der ersten Minute hatte Lions-Spielführer Veit Möller zum Versuch einlaufen können, ehe die gelungene Erhöhung von Birger Ammermann die schnelle 7:0-Führung brachte. „Wer nun an ein einfaches Spiel glaubte, sollte sich getäuscht sehen“, erklärte Teammanager Hans-Hermann Ammermann: „Denn von dem schnellen Rückstand unbeeindruckt, kamen nun zunächst die Germanen gut in ihr Spiel.“

Die Lions mussten ihre ganze Kraft und Konzentration in die Verteidigungsarbeit stecken. Erst eine kraftvolle Aktion von Radu Dragomir sorgte durch Erhöhung von Birger Ammermann für eine 14:0-Führung (14.). Danach ging es aber Schlag auf Schlag. Die Gastgeber spielten ihr gekonntes Pass- und Laufspiel und setzte sich durch Versuche von Birger und Claas Ammermann, Möller und Erik Ludwig auf 41:0 ab.

Nach der Pause begann das Spiel für die Lions unglücklich. Durch einen Regelverstoß bei der Verteidigungsarbeit entschied Schiedsrichter David Gumgowski auf Strafversuch für Germania List – 41:7. Giorgi Makiarshvili konterte aber bereits in der 47. Minute mit einem Versuch, ehe Birger Ammermann kurz darauf erneut ablegen konnte (49.).

Drückend überlegen waren nun die Lions – und so trugen sich Dirk und Erik Ludwig, Tore Krüger, Hendryk Bredow sowie Claas und Birger Ammermann in die Punkteliste ein. Erst in der Schlussminute verkürzte Germania erneut durch Strafversuch auf den Endstand von 89:14. Das konnte die Freude der Gastgeber über den Sieg und die Rückkehr auf den zweiten Rang aber nicht schmälern.

Die Vizemeisterschaft wäre ein Riesenerfolg für die Mannschaft um Spielertrainer Claas Ammermann. „Mit so einem klaren Erfolg konnte keiner rechnen. Obwohl uns der Rhythmus fehlte, haben wir unser Spielsystem durchgehalten und abgesehen von kleinen Unterbrechungen ein konstant gutes Spiel gezeigt“, freute sich Mannschaftsführer Veit Möller: „Der Gegner war sehr fair und hat trotz der Unterlegenheit nie zu unlauteren oder unfairen Mitteln gegriffen. Für die Zuschauer muss es ein sehr ansehnliches Spiel gewesen sein.“