RASTEDE - Der Kampf um den Sieg im Rasteder Viererzug Championat endete für Lokalmatador Rainer Duen aus Thüle jäh am letzten Hindernis. Schon den Blick auf die Zielzeitnahme gerichtet, fuhr er direkt vor der Haupttribüne an den letzten Kegeln vorbei Disqualifikation!
Damit war der Weg frei für den bis dahin führenden Michael Brauchle vom PSV Schloss Kapfenburg. Der Fahrer aus Baden-Württemberg durchfuhr den Hindernisparcours in der schnellsten Zeit und konnte sich sogar zwei Fehler erlauben. In der Addition standen letztlich 120 Sekunden zu Buche und damit war der Titel Rasteder Viererzug Champion gesichert.
Brauchle, der bereits vor zwei Jahren in Rastede am Start war, zeigte sich begeistert vom Landesturnier: Das Publikum, die Atmosphäre und Organisation sind einfach super. Nur das Warten bei den Siegerehrungen hätte ich mir etwas kürzer gewünscht.
Das Missgeschick von Duen, sein ärgster Rivale um den Championatssieg, kommentierte der Sieger wie folgt: Da hätte Rainer wohl ein bisschen besser aufpassen müssen. Aber Fehler machen wir alle mal.
Über die Geländestrecke war Brauchle voll des Lobes: Hier wurden schon weltmeisterschaftsähnliche Ansprüche gestellt. In der S-Prüfung schenkten sich die 16 gestarteten Viererzügen nichts. Wie hart zwischen den Hindernissen gefahren wurde, zeigten die Unfälle von Sascha Utz (RFV Modautal) und Josef Zeitler (RFV Weilheimer). Sie kippten mit ihren Kutschen in den engen Wendungen um. Verletzt wurde keiner.
Alle Prüfungen fanden unter den strengen Augen von Bundestrainer Ewald Meier statt. Schließlich war Rastede das letzte von drei Sichtungsturnieren zur WM in Riesenbeck (16. bis 19. August). Alles was im Vorfeld mit dem Veranstalter besprochen wurde, konnte eingehalten werden. Wir waren sehr zufrieden, sagte Meier.
Bis auf die Spitzenfahrer Christoph Sandmann (Lähden) und Georg von Stein (Modautal), die um Weltcup-Punkte in Apeldorn kämpften, war die deutsche Viererzugelite in Rastede am Start. Eine Entscheidung darüber, wer an der WM teilnimmt, fällt der Bundestrainer in den nächsten Tagen:. Wir haben auf dem Landesturnier einige davon zu sehen bekommen.
Ob Duen dabei sein wird, hängt letztendlich davon ab, ob sein Vater ihm die momentan noch vorenthaltenen Pferde zur Verfügung stellen wird. Nach dem Familienzwist hatte Rainer Duen schon beim CHIO in Aachen passen müssen. In Rastede startete der Thüler mit Leihpferden.
