Rastede/Wiefelstede - Rückschläge im Kampf um den Klassenerhalt mussten die beiden Ammerländer Fußball-Bezirksligisten am Sonntag hinnehmen. Vor allem für den FC Rastede wäre auf eigenem Platz gegen BW Bümmerstede mehr drin gewesen.

FC Rastede - BW Bümmerstede 1:2 (1:2). Gegen den Tabellendritten ließen die Rasteder zu viele Möglichkeiten aus, um zumindest einen Punkt zu holen. Das Spiel begann für die Ammerländer bereits denkbar schlecht. Ein Querschläger von Hannes Rathmann ins eigene Tor brachte die Gäste in der zweiten Minute in Führung. Auch beim Ausgleich von David Skibba (7.) half die Defensive gut mit. Fahad Al-Qaraghuli eroberte einen zu kurzen Rückpass, Skibba brauchte nur noch einzuschieben.

„Da stand es nach zwei Geschenken schon früh 1:1“, scherzte FC-Trainer Jens Wolters. Viel zu lachen hatte der Coach bei der Leistung seines Teams in Halbzeit eins aber nicht mehr. Nach einem Einwurf bekam Steve Köster zu viel Raum. Der Bümmersteder traf aus 16 Metern zum 1:2 (31.) ins lange Eck.

Nach der Pause steigerten sich die Löwen zwar, kamen aber auch in Überzahl nach einer roten Karte gegen Gästespieler Tanju Temin nicht mehr zum Ausgleich. Chancen dazu hatten die Rasteder aber zu genüge. Vor allem in der Schlussviertelstunde musste Bümmerstedes Torhüter Lars Zimmermann gleich mehrfach in höchster Not eingreifen. So parierte er in der 77. Minute aus fünf Metern gegen Fokko Kramer und auch in der Schlussminute als er Stephan Reinken den Ball vom Fuß nahm, nachdem der Rasteder Angreifer den richtigen Moment für das Abspiel auf den freistehenden Sergej Müller verpasst hatte. „Bei den ganzen Chancen war das heute ein verlorener Punkt“, haderte Wolters.

TSV Abbehausen - SVE Wiefelstede 2:0 (1:0). Das Spiel war vom böigen Wind geprägt. „Der TSV kam vor allem im Spiel gegen den Wind mit den Wetterverhältnissen viel besser klar“, meinte der Wiefelsteder Teammanager Wolfgang Gerve. Sein Trainer Mario Anderer ergänzte: „In einigen Szenen waren wir dumm und naiv. Doch auch wir hatten unsere Torchancen.“

Die besten dieser Torchancen hatte Lucas Dettenbach. Der Wiefelsteder Angreifer verpasste aber das Abspiel auf den frei mitgelaufenen Mitspieler und versuchte es mit einem Lupfer, der nicht seinen Weg ins Tor fand. Besser machte es auf der anderen Seite Maik Müller, der in der 36. Minute einen Handelfmeter verwandelte. Zuvor war Marten Rothe der Ball an den Arm geschossen worden.

Im zweiten Durchgang hoffte der SVE, mit dem Wind im Rücken, noch zum Ausgleich zu kommen. Das eröffnete den Gastgebern den Raum für ihr Konterspiel. Adrian Dettmers vergab zunächst zwei Chancen zum 2:0 für die Wesermärschler, ehe Tom-Cedric Böger zum Endstand (82.) traf.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland