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Regionalliga Nord Mit dieser Ausgangslage starten VfB Oldenburg und SSV Jeddeloh ins Jahr

Gejagter und Jäger auf einem Bild: Oldenburgs Nico Knystock (rechts) muss mit dem VfB aufholen, Hannovers Torjäger Lars Gindorf (18 Treffer) mit 96 die Spitze verteidigen.

Gejagter und Jäger auf einem Bild: Oldenburgs Nico Knystock (rechts) muss mit dem VfB aufholen, Hannovers Torjäger Lars Gindorf (18 Treffer) mit 96 die Spitze verteidigen.

Imago

Oldenburg - Zwei Wochen früher als ursprünglich geplant startet die Regionalliga Nord an diesem Samstag in die zweite Saisonhälfte. Während der VfB Oldenburg versuchen wird, den Rückstand zur Tabellenspitze zu verkleinern, braucht der SSV Jeddeloh jeden Punkt, um viertklassig zu bleiben. Ein Überblick.

Kampf um Platz eins

Das Rennen um die Meisterschaft verspricht große Spannung und einen Sechskampf – auch, weil es mit dem 1. März einen entscheidenden Termin gibt, der auf den Ausgang Einfluss nehmen kann. Bis dahin müssen die Kandidaten ihren Lizenzantrag für die 3. Liga einreichen. Klar ist seit der Winterpause, dass Spitzenreiter Hannover 96 II (41 Punkte; 19 Spiele) alle Voraussetzungen für einen Aufstieg – der Nord-Meister muss in dieser Saison in die Playoffs gegen den Titelträger aus der Bayern-Liga – schaffen will. Das hat der Verein so kommuniziert.

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Auch der wegen seiner Nachholspiele potenzielle Tabellenführer Phönix Lübeck (35; 16) will gern hoch, weiß aber unter anderem wegen eines fehlenden Stadions nicht, ob er die Lizenzanforderungen erfüllen kann. Während beim Dritten Holstein Kiel II (35; 17) die Lizenzfrage offen ist, werden der Vierte Teutonia Ottensen (34; 18), der Fünfte SV Meppen (31; 16) und der Sechste VfB Oldenburg (30; 18) den Drittliga-Lizenzantrag im Normalfall einreichen.

Die Aufgabe Aufholjagd wird für den VfB trotz sechs Siegen und zwei Remis aus den letzten acht Spielen eine schwere. Der Rückstand nach dem Fehlstart unter Benjamin Duda war riesig, die Formstärke aus den Wochen vor der Winterpause lässt aber eine Chance da. Bereits am Wochenende hat Oldenburg die Möglichkeit, Punkte gutzumachen: Während der VfB bei Aufsteiger Kilia Kiel an diesem Samstag (14 Uhr) favorisiert ist, nehmen sich Phönix und Hannover II (Samstag, 13 Uhr) sowie Meppen und Kiel II (Sonntag, 14 Uhr) in zwei Spitzenspielen gegenseitig die Punkte ab.

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Kampf gegen Abstieg

Wenn kein Team aus dem Tabellenmittelfeld völlig einbricht, gibt es auch im Zitterspiel gegen den Abstieg einen Sechskampf. Für den FC St. Pauli II auf Platz zwölf (20; 18), der kurioserweise mit 34:24 ein bärenstarkes Torverhältnis aufweist und dessen Erste an der Tür zur Bundesliga kratzt, käme ein Abstieg des Unterbaus zur Unzeit. Wesentlich besorgter müssen die drei Teams ab Platz 13 vor den drei Abstiegsplätzen sein: Bremer SV (16; 17), SSV Jeddeloh (15; 16) und Weiche Flensburg (14; 16). Während die Bremer und Jeddeloher durchaus mit einer schwierigen Saison rechnen mussten, steht Flensburg vor einer ganz schwierigen Aufgabe: Als Meisterschaftsaspirant gestartet, geht es plötzlich um das sportliche Überleben – Weiche wäre nicht der erste Club, den so eine überraschende Situation überfordert.

Die VfB-Spieler um Marcel Appiah (links) und Noah Plume laufen sich warm für die zweite Saisonhälfte, da ist der Podcast „Nordwestkurve“ zurück.

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Auf den drei Abstiegsplätzen stehen indes die drei Aufsteiger – und zumindest zwei von ihnen scheinen der Liga nicht gewachsen zu sein. Der SC Spelle-Venhaus (8; 16) und Kilia Kiel (10; 19) gehen als klare Außenseiter in das neue Jahr. Anders ist die Lage beim Eimsbütteler TV (14; 18): Der Drittletzte aus Hamburg – und das ist die schlechte Nachricht für alle Rivalen – befindet sich im Aufschwung, legte einen starken Jahresendspurt hin und verlor von den letzten neun Partien nur zwei. Trainer Kahlid Atamimi sagte jüngst dem „Kicker“: „Wir schaffen zu 100 Prozent den Klassenerhalt.“

Der Transfermarkt

Im Winter-Transferfenster ist es bisher recht ruhig geblieben. Ottensen hat in Nick Gutmann den größten Coup bisher gelandet, der Stürmer erzielte im ersten Halbjahr neun Tore für Eintracht Norderstedt. Hannover II muss um die Dienste von Liga-Top-Torjäger Lars Gindorf bangen, der 18-Tore-Mann wird von Drittligist 1. FC Saarbrücken umworben. Jeddeloh versucht, mit Linksaußen Allah Aid Hamid (aus Drochtersen/Assel) und Stürmer Dennis Lerche (vereinslos) die bisher lahme Offensive zu beleben. Den wertvollsten Zugang hat St. Pauli II unter Vertrag genommen: Luca Menke (Marktwert 100 000 Euro laut transfermarkt.de). Er war zwar zuletzt vereinslos, der 23-Jährige spielte davor jedoch zwei Jahre lang für den Zweitliga-Aufsteiger SV Elversberg.

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