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NWZonline.de Sport

Wie Key Riebau gegen die Krise ankämpfen will

12.10.2018

Frage: Herr Riebau, wer den Profifußball verfolgt, hört oft die Aussage, dass für einen Aufsteiger das zweite Jahr das schwierigere ist. Macht der SSV Jeddeloh diese Erfahrung gerade in der Regionalliga Nord?
Key Riebau (28): Ja, teilweise kann man das so sehen. Viele Gegner sind besser auf uns vorbereitet und wissen, was sie in Jeddeloh erwartet. Aber natürlich hängt das bisherige Abschneiden eng mit unserer eigenen Leistung zusammen.
Frage: Lediglich 14 Punkte aus 13 Spielen, Tabellenplatz 14: Das wird nicht der Anspruch des SSV sein . . .
Riebau: Wir sind natürlich unzufrieden, alles andere zu sagen, wäre doch Blödsinn. Es gibt einige Faktoren, die zu dieser aktuellen Serie geführt haben.
Frage: Die wären?
Riebau: Wir sind mit einem Sieg gegen Flensburg sehr gut gestartet. Dann hat sich in Dennis Geiger ein zentraler Abwehrspieler langfristig verletzt, es kamen Sperren und kleinere Verletzungen hinzu. So mussten wir vor allem in der Abwehr immer wieder umbauen. Es fehlen dadurch die Automatismen und die Stabilität im Spiel. Und zuletzt gegen Wolfsburg oder in Norderstedt haben wir viele klare Torchancen ausgelassen.
Frage: Ihr Team stellt mit 26 Gegentoren die schwächste Defensive der Regionalliga. Das kann nicht nur an diversen Umstellungen liegen?
Riebau: Nein. Wenn man sich unsere Gegentore ansieht, fallen sie zu häufig nach Unkonzentriertheiten und leichten Fehlern. Es ist ja nicht so, dass die Gegner reihenweise Torchancen gegen uns herausspielen. Es gibt jedoch immer wieder Phasen in den Spielen, in denen wir nicht aufmerksam genug sind, das können wir uns einfach nicht erlauben.
Frage: Was können Sie als Coach dagegen tun?
Riebau: Wir müssen im Training noch konzentrierter und konsequenter arbeiten, auch da schon genau gucken, wie die Gegentore fallen. Wir haben viele Einzelgespräche auch in dieser Woche geführt. Wir müssen es schaffen, eine bessere Abstimmung und Kommunikation auf den Platz zu bekommen.
Frage: Seitdem Sie Trainer beim SSV Jeddeloh sind, ging es eigentlich nur bergauf. Jetzt gibt es – mit Verlaub – die erste größere sportliche Krise. Wie gehen Sie damit um?
Riebau: Ich würde es nicht unbedingt Krise nennen, sondern eine Erfahrung, die jeder Verein machen muss, die wir aber natürlich ungern machen. Es ist eine neue Situation, für mich und den Verein. Es ist jetzt wichtig, dass die Jungs und wir als Trainerteam die Aufgabe annehmen und hart arbeiten. Gleichzeitig zeigen wir den Spielern in den Gesprächen auch auf, dass sie die Qualität haben, um eine gute Rolle in der Regionalliga zu spielen. Davon bin ich auch überzeugt, wir müssen es nur wieder abrufen.
Frage: Sie haben nach mehr als einem Drittel der Saison nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Befindet sich der SSV schon im Abstiegskampf?
Riebau: Ja! Ich finde es gefährlich, wenn man das anders sehen würde. Wir müssen jetzt punkten, da geht es auch nicht um Schönspielerei. Wir müssen um jeden Zähler kämpfen, uns wird nichts geschenkt. Die Spieler dürfen aber keine Angst vor Fehlern haben, sondern müssen mutig agieren. Das sagen wir ihnen auch so, denn das ist essenziell für den Erfolg. Und letztlich helfen dann nur Siege, um das Selbstvertrauen zurückzuholen. Dann geht es wieder ein Stück einfacher.
Frage: An diesem Samstag (16 Uhr) gastiert der Hamburger SV II in der 53acht-Arena. Was erwarten Sie für einen Gegner?
Riebau: Sie sind bisher auch hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das ist eine junge Garde, die wir nicht ins Laufen kommen lassen dürfen. Wir wollen unsere Zuschauer natürlich auch mitnehmen. Gegen Wolfsburg II (0:2) haben wir eigentlich ein sehr gutes Heimspiel gezeigt, aber die Tore nicht gemacht. Das müssen wir ändern.
Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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