Strudden/Esens - Keine Tore aber viel Blut hat das Bezirksliga-Fußballspiel zwischen dem TuS Strudden und dem Spitzenreiter TuS Esens am Sonntagnachmittag bereit gehalten. Dabei war die Partie keineswegs unfair, eine einzige Gelbe Karte verteilte der Unparteiische. Allerdings war es die fünfte für den Struddener Thilo Janßen, der damit am kommenden Wochenende fehlen wird. Dass gleich zwei Esenser noch in der ersten Spielhälfte verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, war schlichtweg Pech.

Die ersten 20 Minuten gehörten den Gastgebern aus dem Kreis Friedeburg, die den Spitzenreiter in der eigenen Hälfte einschnürten. Über die linke Seite war vor allem Johannes-Siebelt Schmidt ein Aktivposten, der die Esenser Abwehr auf Trab hielt. So war er auch an der Aktion beteiligt, in der Gästespieler Jens Backhaus sich genötigt sah, einen kurzen Rückpass auf einen Teamkollegen zu spielen. Dessen Befreiungsschlag traf Backhaus allerdings mit voller Wucht im Gesicht und sorgte für eine mächtig blutige Nase. Fünf Minuten dauerte die Behandlungspause, an deren Ende Backhaus ausgewechselt werden musste.

Anschließend dauerte es gerade mal fünf Minuten, da gab es die nächste blutige Unterbrechung. Struddens Kapitän Aiko Wilken und Esens’ Torben Freudenberg rasselten im Zweikampf mit den Köpfen zusammen. Während Wilken nach einer kurzen Behandlung weiterspielen konnte, musste Freudenberg mit einer Platzwunde am Kopf ebenfalls ausgewechselt werden und wurde wenig später zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gebracht.

So gab es schon vor der Pause viel Aufregung, aber keine Tore. Struddens Trainer Frank Winkler war mit dem spielerischen Auftritt seiner Mannschaft vor allem im ersten Durchgang sehr zufrieden. Aber auch in der zweiten Spielhälfte, als die Gäste mit mehr Druck auftraten, hielten die Friedeburger die Null und belohnten sich für den gelungenen Tag mit einem Punkt gegen den Spitzenreiter. Winklers Gegenüber Ralf Backhaus monierte zwar, dass seinen Kickern zu wenig fußballerische Lösungen eingefallen seien, letztendlich war er aber auch nicht unzufrieden. „Wir haben über 90 Minuten wenig zugelassen und gezeigt, dass wir kämpferisch gegenhalten können“, sagte er.

Kathrin Kraft
Kathrin Kraft Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung