Oldenburg - Auf bekanntem Gelände peilt Christian Riedemann einen Platz auf dem Podest an. „Ich kenne Strecke und Auto sehr gut. Die Konkurrenz ist zweifelsohne sehr stark. Trotzdem ist es mein Ziel, unter die Top drei zu fahren“, sagt der 25-jährige Oldenburger vor dem Start der Rallye Portugal (11. bis 14. April).

Bereits 2010 und 2011 war er auf den portugiesischen Pisten unterwegs. Dieses Mal fällt dort der Startschuss zur „Citroën Top Driver Serie“, der neuen Kundenmotorsport-Rennserie des französischen Autobauers. Der Wettbewerb umfasst sechs Rennläufe, welche die Nachwuchspiloten mit dem Citroën DS3 R3 bestreiten.

Zuversichtlich stimmt Riedemann die gute Saisonvorbereitung: „Unsere Testfahrten auf Asphalt und Schotter waren sehr erfolgreich.“ Das Auto biete gerade für Schotterrallyes wie die in Portugal Vorteile, findet der Pilot. Das liege vor allem am langen Radstand, der für viel Stabilität sorge.

„Unser Ziel ist es, den Fahrern den Einstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft zu erleichtern“, erläutert Marek Nawarecki, der bei Citroën Racing für den Kundenmotorsport verantwortlich ist. Die neue Rennserie des Autobauers bilde die letzte Stufe für die Fahrer auf dem Weg zum höchsten Wettbewerbsniveau. Für die Besten der jungen Piloten sei sie ein Sprungbrett in die Königsdisziplin.

Auf Punktejagd wird Riedemann mit seiner belgischen Beifahrerin Lara Vanneste gehen. Die 22-jährige Studentin aus Roeselare sitzt seit 2008 regelmäßig als Co-Pilotin im Cockpit, ist aber trotz ihres Alters schon sehr erfahren. An der Seite von Riedemann fuhr sie im Vorjahr fünf Rallyesiege ein.

Riedemann, der aus Sulingen (Kreis Diepholz) stammt, bestritt 2006 mit 18 Jahren seinen ersten Lauf bei der Rallye Oberland. Im vergangenen Jahr wurde er deutscher Meister in der 2WD-Wertung und Vize der deutschen Rallye-Meisterschaft. Seit Januar 2012 wohnt der Industriemechaniker in Oldenburg.