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Freizeit Roadtrip in die Freiheit

Tanja Henschel

Barßel/Las Vegas - Geplant habe sowas ja jeder schon einmal, sagt Ralf Dänekamp. Weit weg fahren, Neues entdecken. Schnell waren sich der Barßeler und Michael Sassen aus Harkebrügge einig: „Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Es ging ins Reisebüro und eine Route in den USA wurde ausgesucht, auf den Spuren der Route 66.

Unabhängig sein

„Wir wollten selber planen, unabhängig sein und auch ab und zu von der Route abweichen können“, sagt Dänekamp. Für drei Wochen ging es ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Von Düsseldorf ging es mit dem Flieger über London nach Las Vegas. „Mein Koffer ist leider am Flughafen abhanden gekommen“, berichtet Dänekamp. Es sei gar nicht so einfach gewesen, einen Supermarkt für das Nötigste zu finden, denn es gab vor allem viele teure Markengeschäfte. Dann ging es am ersten Abend für die zwei Freunde durch die Stadt. „Es ist unglaublich, genauso wie man es im Fernsehen kennt.“ Das Hotel lag direkt am Strip, der Hauptstraße von Las Vegas. „Überall war Musik, überall waren Lichter.“ An die großen Roulette-Tische der Casinos gingen die zwei allerdings nicht, sondern steckten nur etwas Geld in Automaten. „Die Spieler werfen zum Teil ein paar Tausend Dollar auf den Tisch“, sagt Dänekamp.

Von Las Vegas aus machten sie sich zunächst nach Flag-staff auf, das Tor zum Grand Canyon. Auch beim Hoover Dam, einer Talsperre, machten sie Station. Dann ging es 50, 60 Kilometer am Grand Canyon vorbei. „Es war unbeschreiblich, unglaublich weitläufig“, sagen die Freunde.

Dabei waren sie hauptsächlich auf dem zweispurigen Highway parallel zur Route 66 unterwegs, da letztere nicht mehr die Hauptverbindungsstrecke sei wie etwa noch vor 50 Jahren. Aus dem Autoradio kamen hauptsächlich Popmusik und Country, berichtet Sassen. „Man hatte das Gefühl, dass man frei ist“, sagt Dänekamp. Keine Verpflichtungen, keine Sorgen, nur die Straße und große Weite.

Über San Diego ging es nach L.A., wo sie sich auch Hollywood anschauten. Die Stadt hätte ungefähr eine Fläche vom Landkreis Cloppenburg – „Und das ist alles nur Stadt“, sagt Dänekamp. Von dem höchsten Gebäude der Stadt, dem US Bank Tower, hatten sie dann vom 70. Stockwerk aus einen guten Blick über die pulsierende Stadt bei Nacht.

Außerhalb von L.A. machten sie dann einen Stopp in einem Diner. Das Essen sei recht fettig und deftig in den USA gewesen. „Zum Frühstück gab es auch eine Art Kuchen und Kartoffelpfannkuchen mit Spiegelei zum Beispiel“, sagt Dänekamp. Von der häufig behaupteten Oberflächlichkeit der Amerikaner haben die Freunde nichts bemerkt. „Die Leute waren nett und freundlich, sehr gut drauf – fast wie hier“, sagen die 29-Jährigen.

Land der Gegensätze

In Amerika sei alles groß, auch die Brücken. Das hätten sie gemerkt, als sie über die Golden Gate Bridge gefahren seien. Dass die USA auch ein Land der Gegensätze ist, konnten die beiden auch an der Landschaft links und rechts der Autofenster sehen. So seien sie auf ihrem Trip über 500 Kilometer weit durch die Wüste gefahren. Im Nationalpark Yosenite hätten sie dagegen riesige Gebirgslandschaften mit Wäldern gesehen. „Das war reine Natur.“ Ganz im Gegensatz zum Death Valley, wo es über 40 Grad heiß war und Salzwüsten zu sehen waren. Erst zwei Tage vorher erlebten die zwei noch knapp vier Grad. „Das war ein Klimaschock“, sagt Sassen.

Doch am Ende waren sich die beiden Freunde einig: So einen Roadtrip würden sie auf jeden Fall wieder machen.

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