RODENKIRCHEN - Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens hat sich der Motorsport-Club Rodenkirchen (MSCR) am Sonnabend kräftig ins Zeug gelegt: Bei der 24. Juxrallye des Vereins hatten die 31 startenden Teams mit insgesamt knapp 120 Mitgliedern wieder einige knifflige Aufgabe zu lösen. Unterwegs warteten 26 Helfer an insgesamt sieben Kontrollposten.
Die Siegerehrung fand im Anschluss an die Rallye im Restaurant „Haus Weserstrand“ im Großensieler Hafen statt. Dort überreichten der Sportleiter Jürgen Rodewald und der Fahrtenleiter Jörn Smilgies die Pokale an die Sieger. Platz eins belegte das Team Thomas und Gina Bach aus Wiefelstede. Auf den Plätzen folgten Rene Smilgies und Britta Hullmann-Smilgies vor den Lokalmatadoren Oleg Wilhelm und Benjamin Peeck aus Rodenkirchen.
Sie und alle anderen Teilnehmer hatten sich den witzigen Aufgaben, die aber manchmal kaum zu lösen waren, gestellt. Gleich bei der ersten Wertungsprüfung auf dem Parkplatz des Netto-Marktes in Rodenkirchen wurden Fahrer und Beifahrer an den Beinen zusammengebunden und mussten mit Esslöffeln Wasser über eine gewisse Distanz zu einer Waage tragen. Dabei kam es nicht nur auf die gute Abstimmung im Team an, sondern auch auf die Geschwindigkeit, denn die Zeit wurde gestoppt.
Ein weiterer Haltepunkt war das Bronzezeithaus in Hartwarderwurp, wo den Teilnehmern eine Toilettenbürste überreicht wurde. Dieses Utensil musste zehn Meter weit geworfen und dann vom Teamkollegen mit einem Eimer aufgefangen werden. Nach einem Geschicklichkeitsspiel auf dem Gelände des ehemaligen Olmypia-Werkes in Schwei-West ging es weiter ins Dorf Schwei, wo der MSCR ein Slalomparcours für die Fahrer und Beifahrer aufgebaut hatte. Die Hürde: Der Parcours musste mit verbundenen Augen durchlaufen werden. Mit einer Taucherbrille vor den Augen versetzten die Prüflinge wenn schon nicht sich selbst, dann doch andere in beste Stimmung.
Beim Streckenposten fünf wurden Kettcar-Reifen, die auf einer Folie lagen, geworfen. Allerdings durften die Ausführenden nur die Folie links und rechts greifen – und so ging mancher Wurf in die falsche Richtung. Am Streckenposten sechs war ein Tennisfeld mit undurchsichtiger Mittellinie aufgebaut, wo ein Teammitglied einen Tennisball werfen musste, den sein Partner mit einer Blumenvase auf dem Kopf aufzufangen hatte.
In Havendorf durften sich die Teilnehmer ein bisschen wie Bernhard Langer oder Tiger Woods fühlen. Beim „Ostfriesen-Golf“ mussten sie einen Ball aus einer bestimmten Entfernung einlochen. Allerdings wich die Ausrüstung stark vom Original ab: Statt eines Golfschlägers gab es einen langen Stock mit einem Knobelbecher.
