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Kart-Turnier Bloß nicht Bremse und Gas verwechseln!

Beatrix Schulte

RODENKIRCHEN - Viel Geschick haben die jungen Kartfahrer beim Turnier des MSC Rodenkirchen am Sonnabend auf dem Marktplatz gezeigt. Die Ferienpass-Aktion, zu der auch ein ADAC-Jugend-Fahrradturnier zählte, lockte 45 Kinder ab sechs Jahre an.

Viele Teilnehmer absolvierten beide Parcours, doch am Rande der Kartstrecke tummelten sich die meisten Zuschauer. Sie verfolgten die jeweils drei Rundenläufe durch den kniffelig gesteckten Parcours. Gleich die erste enge Kurve verlangte den Fahrern alles ab. Viele von ihnen rauschten schon in der Einführungsrunde in die Pylonen und mussten rückwärts von den Helfern befreit werden.

Gedrosseltes Tempo

Einige Neulinge verwechselten auch das Gas- mit dem Bremspedal, so dass sie auch schon mal über das Ziel hinaus schossen und die Zuschauer zur Seite springen mussten. Normalerweise können die kleinen Flitzer bis zu 65 Stundenkilometer erreichen, doch für die Jugendpiste war das Kart gedrosselt. Zusätzlich könne im Notfall bei dem Kart per Funkabschaltung die Zündung unterbrochen werden, so dass es schnell zum Stehen komme, erklärte Klaus Hadeler, Verkehrsreferent im MSCR.

Er half den Kindern in das Kart und wies sie auf den Umgang mit Bremse und Gas hin und in die Handhabung des Gefährtes ein: „Ganz vorsichtig Gas geben und immer das Lenkrad festhalten.“ Die Kinder mussten zuerst eine Haube aufsetzen und dann einen Helm, bevor sie ins Kart steigen durften. Nach der Einführungsrunde gab es meisten einen weiteren Tipp von Klaus Hadeler, der die Fahrweise verbessern half. „Ein bisschen mehr einlenken in den Kurven. Wenn du einen Pylon erwischt, das Lenkrad ganz festhalten.“

Für viele Teilnehmer war es die erste Kartfahrt, aber je nach Talent schlugen sie sich sehr beachtlich. Der achtjährige Benedikt Jakob aus Schwei hatte zu kurze Beine, so dass Klaus Hadeler ihm zwei Hilfsgestänge über die Pedale montierte. Langsam übte er mit dem kleinen Rennfahrer das dosierte Gasgeben, bevor er ihn auf die Strecke ließ. Seinen Helfern an der Steuerung rief er ein „Vorsicht“ zu, falls eine Funkabschaltung nötig werden sollte. Benedikt fuhr jedoch sehr gut, eckte kaum an und bewältigte den Parcours im 3. Durchgang mit null Fehlern. Insgesamt schlugen nur bei ihm nur zehn Fehler zu Buche: ein sehr gutes Ergebnis.

Die Augen leuchten

Noch besser lief es bei Phillip Tangermann und seiner Schwester Lisa. Die beiden Kleinensieler schlugen sich wacker und schafften acht und sechs Fehler. Für beide war es die erste Fahrt, aber der elfjährige Phillip hatte schon Erfahrung auf dem Kettcar. Mit leuchtenden Augen stiegen sie aus dem Kart und wären am liebsten noch einmal auf die Strecke gegangen.

ging es derweil nebenan beim Jugend-Fahrradturnier zu. Dort wertete der Vorsitzende Rainer Bohlken die beiden Wertungsläufe aus. An den Start ging unter anderem der Vorjahressieger Tim Krause, der allerdings auf dem alten Fahrrad seiner Mutter antreten musste: „Mein Fahrrad ist leider kaputt.“

hatte er einen brillanten Null-Fehler-Lauf und nahm anschließend erfolgreich am Regionalturnier teil. Dort siegte er abermals und qualifizierte sich für das Endturnier, wo er sich nur knapp geschlagen geben musste und auf dem 2. Platz landete.

lief es allerdings nicht so glatt für Tim Krause. Mehrmals fluchte er, weil die Bremse hakte und er in der engen Acht aus dem Gleichgewicht kam. Dennoch schaffte er nur einen Fehlerpunkt und darf sich nun erneut Hoffnungen für eine Teilnahme am Regionalturnier machen. Dann wird er allerdings mit einem besseren Fahrrad an den Start gehen.

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