RODENKIRCHEN - Kräftiges Gemuhe statt ohrenbetäubendem Motorenlärm wird es geben, wenn an diesem Wochenende die „Formel Ox“ in Rodenkirchen (Gemeinde Stadland, Kreis Wesermarsch) in ihre zweite Ausgabe nach 2008 geht. Formel Ox haben die Veranstalter der Ossenrien GbR das Ochsenrennen genannt, bei dem 19 Teams an den Start gehen. Neben Ochse und Jockey gehören zu jeder Mannschaft ein sogenannter Ochsenpate, der Halter und ein Sponsor. Ort des Spektakels ist der Marktplatz Rodenkirchen.
Nachdem Partyhungrige sich am Freitagabend schon bei der großen Ochsenfete einstimmen konnten, wird es ab diesem Sonnabend sportlich ernst. Von 14 bis 17 Uhr steht das freie Training der Rennochsen auf dem Programm, um 16 Uhr die Auslosung der Vorläufe. Am Abend wird es auf dem Ochsenball in der Markthalle festlich.
Der eigentliche Renntag – Sonntag – beginnt um 11 Uhr mit einem Frühschoppen. Um 12 Uhr eröffnet der Schirmherr der Veranstaltung, der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel, das Turnier. Die Rennläufe starten um 12.30 Uhr, für etwa 17 Uhr sind das Finale und die Siegerehrung geplant.
Um sich optimal auf das Rennen vorzubereiten, trainierten die 19 Tiere, von denen sechs bereits beim ersten Rennen 2008 dabei waren, seit Anfang Juni gemeinsam auf einem Hof in Nordenham. Als Titelverteidiger geht „Blacky“ mit der 15 Jahre alten Reiterin Mara Schwäke aus Abbehausergroden (Stadt Nordenham) an den Start.
Tierschützer kritisieren das Ochsenrennen. Aus ethischer Sicht sei diese Art der Volksbelustigung nicht zulässig, sagte der Geschäftsführer des Tierschutzbundes Deutschland, Thomas Schröder. Dr. Hans-Dieter Gahren, Leiter der zuständigen Regionalstelle Brake beim Zweckverband Veterinäramt Jade-Weser, hat gegen das Rennen keine tierschutzrechtlichen Bedenken.
