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Schießsport Spitzenergebnis trotz gravierender Veränderungen

Rodenkirchen - Die Rodenkircher Flintenschützin Christin Hilmer hat mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Disziplin Trap bei den deutschen Meisterschaften im Schießsport in München etwas geschafft, wovon viele junge Sportlerinnen und Sportler träumen. Sie hat die Erfolge, die sie im Juniorinnenalter gefeiert hat, im Erwachsenenbereich bestätigt.

Das ist in Anbetracht der Entwicklung ihres sportlichen Umfeldes in den vergangenen Monaten bemerkenswert. Die 22-Jährige war Ende des Jahres 2017 aus eigenem Wunsch aus dem Bundeskader ausgetreten – obwohl sie sämtliche Qualifikationskriterien erfüllt habe, sagt die Schützin des Jade Wurftaubenclubs. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich habe leider keine andere Möglichkeit gesehen.“

Förderung verloren

Als Studentin sei sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um auf dem Niveau einer Bundeskaderschützin zu trainieren und international starten zu können. Aber das neue Förderkonzept der Deutschen Sporthilfe hatte nach ihren Worten zur Folge, dass sie die finanzielle Grundförderung und ihr Sportstipendium verloren hat.

Ein den Anforderungen angemessenes Training sei neben Studium und Arbeit aber nicht möglich. Sie studiert Wirtschaftsinformatik, hat den Bachelorstudiengang im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen und steckt gerade mitten im Masterstudiengang.

Vom Deutschen Schützenbund hingegen hätte sie immerhin noch bis Mitte des Jahres eine Zuwendung erhalten können, sagt sie. Aber die wäre nach ihren Worten nur dann bis zum Ende des Jahres weitergelaufen, wenn sie sich auch für die Europameisterschaft qualifiziert hätte. „Und das kann man ja nicht im Voraus planen.“ Also entschloss sie sich dazu, sich vom Leistungssport zu verabschieden.

Spaß an erster Stelle

Inzwischen betrachte sie die Entwicklung locker. „Wenn die Zeit da ist, trainiere ich“, sagt sie. Im ersten Jahr außerhalb des Bundeskaders möchte sie „einfach Spaß haben“. Sie müsse halt damit leben, dass sie häufiger mal schlecht schieße. „Das Wissen ist ja nicht weg. Ich werde es nur nicht immer abrufen können.“

Die nationalen Titelkämpfe in München mögen vor diesem Hintergrund nur eine Momentaufnahme sein. Aber das Ergebnis besagt zunächst mal, dass es derzeit in der Disziplin Trap nicht viele Schützinnen auf dem Niveau Christin Hilmers gibt. Wobei: Die deutsche Meisterschaft in München sei eh ihr absolutes Lieblingsturnier, sagt sie. „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Dann stecke ich zwar mitten in meiner Abschlussarbeit, aber ich werde alles geben, um wieder dabei sein zu können.“

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