Roffhausen - Dreifach-Erfolg für den RuF Hooksiel: Bei den Kreismeisterschaften im Springreiten auf dem Irps-Hof in Roffhausen setzten sich die Teilnehmer aus Hooksiel gegen die Konkurrenz durch. Beeindruckend waren dabei die beiden Auftritte vom Sieger Udo Paradies.

Sowohl in der Zeitspringprüfung der Klasse L am Samstag als auch in der Springprüfung der Klasse L am Sonntag war er auf seinem Pferd Neaquida eine Klasse für sich, blieb in beiden Springen ohne Fehlerpunkt und absolvierte den Parcours jeweils in der schnellsten Zeit. Beim ersten Springen war dem Sieger aus dem Jahr 2017 die Konkurrenz noch auf den Fersen. Neele Köster auf Superio d’Acheronte und Neele Lüpkes (beide RuFV Hooksiel) auf Neele Lüpkes platzierten sich im Rahmen der Kreismeisterschaft hinter ihm. In Schlagdistanz befanden sich außerdem noch Jana Gerdes (RG Dangast) mit Skyla und Kristina de Vries (RuFV Hooksiel) auf Ronaldino.

Am entscheidenden Sonntag zeigte die Konkurrenz von Paradies aber Nerven. Während er den Parcour erneut fehlerfrei in der schnellsten Zeit durchritt, unterliefen den weiteren Podest-Kandidaten Fehler. In der Endabrechnung belegte Vorjahressiegerin Neele Köster Platz zwei, vor Neele Lüpkes, die das Hooksieler Podest vervollständigte.

Für Udo Paradies war der Erfolg der Kreismeisterschaft nicht der einzige an diesem Wochenende. Bereits am Samstag hatte er auf Neaquida die Springprüfung der Klasse A gewonnen. Und auch weitere Reiterinnen und Reiter wussten, über die drei Turniertage, aus friesländischer Sicht, zu überzeugen.

In der Dressurprüfung Klasse A setzte sich Sarah Krebs vom BV Bockhorn auf ihrem Pferd Denever mit 7,50 Punkten knapp gegen die Konkurrenz durch. Lia Eileen Teichmann (RG Dangast) sicherte sich in der Dressurprüfung Klasse L den Sieg. Auf Future Star holte sie 8,20 Punkte – und damit gleich einen mehr als die Zweitplatzierte. Ebenfalls als Siegerin jubelte Lea Rickels. Die Reiterin des RUFV Jever Moorhausen holte mit Luna 7,40 Punkte (Dressurreiterprüfung Klasse M*) und setzte sich gegen die Konkurrenz durch.

Während die Sieger in ihren verschiedenen Prüfungen jubelten, wollte bei Stephan Dorn, Vorsitzender der Reitgemeinschaft Irps-Hof, keine echte Freude aufkommen. Zu enttäuscht war er sowohl über das Meldeergebnis der Springreiter als auch die Resonanz der Zuschauer. „Die Nennungen für die Dressurwettbewerbe waren in Ordnung. Im Springen lagen wir aber deutlich hinter unseren Erwartungen“, sagte Dorn. So nahmen am S-Springen nur 13 Starter teil. „Und da konnten wir noch froh sein, dass wir hier eine hohe Quote bei der Starterfüllung hatten“, so Dorn. Im Vorfeld hatte es für alle drei Wettkampftage insgesamt 1000 Nennungen gegeben.

Bei den Zuschauern hätte das Turnier dazu – auch bedingt durch Konkurrenzveranstaltungen in der Umgebung – ebenfalls nicht einen solchen Anklang gefunden, wie erhofft. Nach anfänglich gutem Besuch am Freitag, dem ersten Wettkampftag, fiel das Interesse am Samstag und Sonntag dann deutlich schlechter aus als gedacht. „Das hat man zuletzt auch bei anderen Turnieren gesehen“, sagte Stephan Dorn.

Rund 100 Helfer sorgten als Parkplatz-Einweiser, Parcour-Betreuer und im Catering für einen reibungslosen Ablauf. Auch beim Abbau am Montag waren wieder zahlreiche Vereinsmitglieder im Einsatz. „Wenn man bedenkt, was man an Zeit und Arbeit investiert, rechtfertigt das Resultat am Ende eigentlich nicht, ein solches Turnier auszurichten“, sagte ein nachdenklicher Stephan Dorn. „Insgesamt muss vielleicht bei allen ein Umdenken stattfinden. Ansonsten geht das Turnier-Schwinden, das es aktuell in Friesland gibt, unaufhörlich weiter.“