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Rollstuhlbasketball-Trainer Harald Fürup Er brachte den RSC Oldenburg richtig ins Rollen

Ein letztes Einschwören: Harald Fürup (Mitte) war für seine markanten Ansprachen bekannt.

Ein letztes Einschwören: Harald Fürup (Mitte) war für seine markanten Ansprachen bekannt.

Martin Remmers

Oldenburg - Einen gelungenen Abschied hat das Rollstuhlbasketball-Team des RSC Oldenburg seinem Trainer Harald Fürup bereitet. Im finalen Saisonspiel in der Oberliga Nord, das zugleich der letzte Auftritt des langjährigen Erfolgscoaches in verantwortlicher Position war, erreichte die Mannschaft ein 79:34 gegen die Lions vom TSV Achim. Nach der krankheitsbedingten Absage des vorherigen Spieltags war die Meisterschaft nicht mehr drin, aber es reichte zu Tabellenplatz drei.

Geleistet

„Das, was Harald in den letzten 30 Jahren für den Rollstuhlbasketball geleistet hat, ist beispiellos und verdient weit über die Landesgrenzen hinaus höchste Anerkennung“, sagte Alexander Roggelin in einer Dankesrede direkt nach dem Tippoff. Im Spiel wurde er mit starken 45 Punkten bester Korbjäger. Der RSC zeigte – wie schon in der kompletten Saison – die Qualität einer effizienten Offense.

„Höchste Anerkennung“: Alexander Roggelin richtet eine Dankesrede an Harald Fürup. Bild: Martin Remmers

„Höchste Anerkennung“: Alexander Roggelin richtet eine Dankesrede an Harald Fürup. Bild: Martin Remmers

Gezollt

Neben der Gastmannschaft zollten auch alte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Mitglieder der Kinder- und Jugendsportgruppe des RSC mit Ovationen Fürup ihren Respekt. „Auch nach so langer Zeit war Harald während der Spiele stets fokussiert und mit seinen markanten Ansprachen darauf bedacht, das Maximum aus seiner Mannschaft herauszuholen“, erklärte Rouven Wenke: „Der Verein wünscht ihm alles Gute und baut darauf, auch weiter von der Expertise des Altmeisters profitieren zu können.“

Gewechselt

Aufgrund der anhaltenden Umbauarbeiten in der eigentlichen Heimspielstätte in Ofenerdiek endete die Fürup-Ära in der Sporthalle an der Feststraße in Eversten. Nach 30 Jahren Vorstandsarbeit und mehr als 20 Jahren erfolgreicher Trainerarbeit nimmt Fürup, dessen ehrenamtliche Tätigkeit in Oldenburg mit der Silbernen Stadtmedaille honoriert wurde, seinen Hut und übergibt den Posten an Michael Möllenbeck.

Gespielt

Der in Velbert geborene Familienvater hatte 1989 nach einem Verkehrsunfall mit schweren Beinverletzungen als Sportler beim RSC begonnen. Den Rollstuhl benutzte er als Sportgerät und konnte im Alltag auf ihn verzichten. Vereinscoach wurde Fürup im Jahr 2000. Von 2004 bis 2013 war er zusätzlich Landestrainer in Niedersachsen, von 2009 bis 2013 auch paralympischer Stützpunkttrainer in Hannover. Seine größten sportlichen Erfolge sind die Deutsche Meisterschaft mit dem Frauenteam Niedersachsen 2006 und der Aufstieg in die 1. Bundesliga 2010/11 mit der SG Oldenburg/Sünteltal.

<p>                1989 kam Harald Fürup als Sportler zum RSC Oldenburg. Jetzt ist als Trainer Schluss. Bild: Martin Remmers             </p>

1989 kam Harald Fürup als Sportler zum RSC Oldenburg. Jetzt ist als Trainer Schluss. Bild: Martin Remmers

Gewürdigt

Als 51-Jähriger erhielt Fürup 2014 anlässlich des 40-jährigen RSC-Bestehens die „Goldene Ehrennadel“ vom Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) und vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS). „Harald hat dem Rollstuhlbasketball seinen Stempel aufgedrückt und somit bereits vor Jahrzehnten einen elementaren Beitrag für eine inklusive Gesellschaft geleistet. Der RSC Oldenburg ist ihm zu großem Dank verpflichtet“, betonte Wenke.

Der RSC Oldenburg (gelbes Trikot, hier in einem Spiel gegen Kiel) bestreitet an diesem Samstag zwei Heimspiele.

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Jan Zur Brügge
Oldenburg
Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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