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NWZonline.de Sport

Schweizer bremsen Brasilien aus

18.06.2018

Rostow Am Don Superstar Neymar blieb den erhofften Glanz schuldig, und auch ein Traumtor von Philippe Coutinho bewahrte Rekord-Champion Brasilien nicht vor einem enttäuschenden WM-Auftakt. Auf der Jagd nach dem sechsten WM-Triumph hat die Seleção beim mageren 1:1 (1:0) gegen die Schweiz noch keine Titelreife nachgewiesen.

Steven Zuber vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim verdarb dem fünfmaligen Weltmeister am Sonntag mit seinem Ausgleichstor in der 50. Minute den Start in die WM-Mission, die Coutinho (20. Minute) mit einem Klasse-Schlenzer vor 43 109 Zuschauern in Rostow am Don verheißungsvoll eröffnet hatte.

Der fünfmalige Weltmeister, der bei einer Endrunde seit 20 Jahren kein Vorrundenspiel verloren hat, konnte seine derzeit bestmögliche Formation aufbieten. Neymar, der nach seinem Mittelfußbruch erst vor zwei Wochen sein Comeback feiern konnte, bildete mit Willian, Coutinho und Gabriel Jesus die Offensivreihe der Südamerikaner, die sich durch Paulinho die erste Chance erarbeiteten. Der Brasilianer scheiterte jedoch an Torhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach.

Die Brasilianer kamen dann durch einen sehenswerten 18-Meter-Schuss von Coutinho zur frühen 1:0-Führung, die von den zahlreichen brasilianischen Fans in der vollen Rostow-Arena ausgiebig bejubelt wurde. Thiago Silva vergab in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Kopf eine weitere gute Torgelegenheit. Neymar konnte allerdings kaum Akzente setzen und war offensichtlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Die Schweizer hatten der Spielkunst des Titelfavoriten wenig entgegenzusetzen, konnten aber gute Werte bei Ballbesitz und Passquote vorweisen. Der Ausgleich fiel dennoch überraschend und nach einer Standardsituation. Einen Eckball des ehemaligen Bayern-Spielers Xherdan Shaqiri verwandelte Hoffenheims Zuber mit dem Kopf zum 1:1.

Brasilien suchte in der Schlussphase die Entscheidung, zeigte sich aber im Abschluss nicht konsequent genug. Neymar und Roberto Firmino scheiterten am guten Torhüter Sommer, und so mussten sich die Südamerikaner wie die anderen Titelfavoriten des Turniers am Ende mit einem bescheidenen Auftaktspiel begnügen.

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