ROSTRUP - Über hohen Besuch freuten sich die Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rostrup in ihrem Sportunterricht: Die Basketball-Profis Daniel Hain und Branislav Ratkovica vom Bundesligaverein EWE Baskets Oldenburg absolvierten eine eineinhalbstündige Übungseinheit mit den Nachwuchsspielern.
Das sportliche Ereignis wurde in drei Abschnitte von je einer halben Stunde eingeteilt. Zuerst wurde gemeinsam trainiert. Dabei erklärten die Profis den Anfängern die Grundregeln des dynamischen Ballsports. Anschließend durften die 15 bis 18 Jährigen ihre neu gewonnenen Einsichten bei einem Übungsspiel umsetzen.
Den Abschluss bildete eine Informationsrunde, bei der sich Hain und Ratkovica den Fragen rund um das Berufsbild „Profi-Basketballer“ stellten. „Ich habe im Internet von der Möglichkeit erfahren, die Spieler der Baskets an die Schule zu holen“, erklärte Lehrer Josef Tepe, Organisator der Unterrichtseinheit.
Diese Chance wollte er nutzen und nahm Kontakt auf. Mit Erfolg: Nach einiger Vorlaufzeit kam die Zusage des Vereins. „Basketball ist bei uns wenig bekannt“, so Sportlehrer Holger Horoba. „Dabei ist es eine wirklich schöne Sportart, die die Jugendlichen kennenlernen sollten.“ Diese Ansicht unterstützt auch Kollege Dieter Herde. Er plädiert für eine Stärkung des Schulsports in diesem Bereich: „Fußball ist bei den Schülern die klar dominante Sportart. Aber auch Basketball trainiert Körper, Geist und Seele.“ Eine aktive sportliche Betätigung helfe den Jugendlichen im späteren Berufsleben, ist sich der Lehrer sicher.
Ein positiver Nebeneffekt der Unterrichtseinheit sei zudem, dass die Jugendlichen ihre Scheu im Umgang mit anderen überwinden müssten. „Die Teilnehmer gehen auf die Profis zu und tauschen sich mit ihnen aus. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein“, so Herde.
Die Baskets-Profis lächeln. „Es macht uns Freude, mit den Schülern zu arbeiten“, meint Daniel Hain. Über den persönlichen Kontakt könne man die Spieler gut motivieren und ihr Interesse am Sport wecken. „Basketball ist ein schnelles Spiel. Es passiert immer etwas auf dem Spielfeld – ein Endstand von Null zu Null ist ausgeschlossen“, so der Profi. Zudem habe man beim Basketball die typischen Qualitäten einer Teamsportart: Rücksichtnahme, Verlässlichkeit und Fairness.
Und die Teilnehmer? Die sind begeistert. „Wir werden jetzt auch privat mit Freunden spielen“, erzählen Jan, 16 Jahre und Marco, 18 Jahre. „Wir wussten nicht, dass Basketball so viel Spaß macht.“
