Garrel/Nordhorn - „Das tat weh“, sagte Co-Trainerin Imke Hegeler, denn quasi als Knecht Ruprecht kam Gastgeber Vorwärts Nordhorn daher und brachte dem BV Garrel eine überraschende 31:36 (13:18)-Niederlage bei. Damit gelang dem Schlusslicht in der Handball-Oberliga der zweite Saisonsieg, während Garrel nach drei Erfolgen zuvor wieder verloren hat.
Für die Gäste war es ein gebrauchter Spieltag, denn so ziemlich alles entwickelte sich gegen Garrel. Schon nach dem dritten Angriff verletzte sich Svenja Ruhöfer am Knie. Anfang der zweiten Halbzeit wurde Kristina Kallage beim Wurfversuch böse in den Arm gegriffen und musste danach mit einer Schulterverletzung passen, so dass der ohnehin kleine Kader weiter schrumpfte. Die insgesamt schwachen Unparteiischen hatten diese Aktion nicht entsprechend sanktioniert. Mit ihrer unklaren Linie störten sie aber beide Mannschaften.
Zwar konnte Garrel den 1:5-Rückstand (5.) zwischenzeitlich verkürzen auf 5:8 (10.) und 12:15 (20.), aber zur Pause lag der Gast mit 13:18 wieder deutlich zurück. Dabei zeigte Kristin Klein im Tor gute Aktionen und hielt so den Rückstand noch in Grenzen. Aber im Angriff ließ der Gast zu viele Chancen ungenutzt, so dass Nordhorn kontern konnte, während auf der Gegenseite die Absprache in der Abwehr des BVG oft nicht stimmte.
Die Ansprache von Trainerin Anna Anuszewska zur Pause war deutlich. Am Kampfgeist lag es nicht, dass ihr Team im zweiten Abschnitt keine Wende mehr zustande brachte. Bis auf 21:24 (40.) reduzierte Garrel den Abstand zwar, mehr war nicht drin, denn Nordhorn blieb cool, ließ eine Aufholjagd nicht zu, wobei die oft nicht nachvollziehbaren Schiedsrichter-Entscheidungen am Nervenkostüm der Gäste zerrten.
Der BV Garrel (10:14-Punkte, Platz zehn) macht nun eine Pause bis zum 5. Januar. Am Sonntag, 17. Januar, um 15.30 Uhr wird zu Hause gegen den Neuling SF Findorff (12:12- Punkte, Platz sechs) die Hinrunde beendet.
BV Garrel: Klein - Kallage (2), Kettmann, Ruhöfer (1), Aumann (14/1), K. Möller (6/2), M. Deeben (2), L. Möller (3), Markus (3).
