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NWZonline.de Sport

Russen-Riese will heute sein Meisterstück machen

17.12.2005

BERLIN BERLIN - In Oldenburg hat er die Gesellenprüfung abgelegt, in Berlin will Nikolai Valuev (32) sein Meisterstück machen. Das 147-Kilo-Paket aus Russland boxt heute Abend (22.25 Uhr/ARD) gegen den amerikanischen Titelverteidiger John Ruiz (33) um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft nach Version der WBA.

Wenn es mit dem Titel im ersten Anlauf klappen soll, muss Valuev allerdings eine überzeugendere Vorstellung bieten als am 1. Oktober in der Oldenburger EWE-Arena. Da hatte der 2,13-Meter-Riese gegen den immerhin schon 38 Jahre alten Larry Donald zwölf harte Runden und das Wohlwollen der Punktrichter gebraucht. Am Ende war der (boxerisch verbesserte, aber immer noch ungelenke) Russe um zwei blaue Augen und eine Erfahrung reicher: Nicht jeder geht im Angesicht von Riesen sofort in die Knie.

Das wird auch Ruiz nicht, obwohl der für Valuev einfacher zu boxen sein dürfte. Der Amerikaner gilt als schwächster Weltmeister unter den Titelträgern der vier Verbände. Er ist ein Langweiler im Ring, der sich (und das Fachpublikum) gegen den Boxrentner Evander Holyfield über drei Kämpfe (Sieg, Niederlage, Unentschieden) gequält hat. Ruiz ist in den USA schwer zu vermarkten (weshalb sein geschäftstüchtiger Manager Don King auch gern nach Deutschland kommt und die Niederlage seines Schützlings Donald gut verschmerzen konnte) und hat seinen Titel nach der letzten Niederlage nur behalten, weil Gegner James Toney gedopt war.

Andererseits hat Ruiz (41 Siege in 48 Kämpfen bei fünf Niederlagen) bekannte Namen im Kampfrekord: WBC-Weltmeister Hasim Rahman hat er geschlagen, gegen Roy Jones hat er verloren. Valuev dagegen (42 Siege in 43 Kämpfen ohne Niederlage) hat nichts Vergleichbares vorzuweisen. Vielleicht nimmt er sich ein Beispiel am Stallgefährten Arthur Abraham. Der hatte sich in Oldenburg spektakulär zum Publikumsliebling geboxt und ist jetzt Weltmeister im Mittelgewicht.

Im Rahmenprogramm tritt Laila Ali an – unter den Augen ihres Vaters. Die schwedische Gegnerin (den Namen muss man sich nicht merken) ist derart handverlesen, dass der Größte keine Angst ums Töchterchen haben muss.

Michael Exner Autor
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