SAGE - „Eigentlich müssten wir die Weser-Ems-Halle nach Großenkneten holen“, meinte Jürgen Hellbusch, Vorsitzender des Bürgervereins Sage/Haast/Bissel. Mit 31 Vereinen und mehr als 300 Teilnehmern sei der traditionelle Boßel-Wettbewerb der Gemeinde Großenkneten mittlerweile an seine Grenzen gestoßen. Es sei schwer geworden, einen geeigneten Saal in der Gemeinde zu finden. Die Stimmung bei dem beliebten Turnier, in diesem Jahr ausgerichtet vom Bürgerverein Sage/Haast/Bissel, war erneut bestens.
Mit dem „Horrido“ gaben die Jagdhornbläser „Zur Sager Heide“ am Sonnabend auf dem Platz gegenüber der ehemaligen Gaststätte B 69 das Startsignal. Neben Hellbusch begrüßte auch der stellvertretende Bürgermeister Rolf Jessen die Teilnehmer. „Als einzige Gemeinde im Landkreis Oldenburg richtet nur Großenkneten so einen Wettbewerb aus“, betonte er. „Darauf können wir stolz sein.“ Auch Jessen bedauerte, dass wegen des großen Zuspruchs erneut einige Anfragen negativ beantwortet werden mussten.
Bevor es auf die mehr als sechs Kilometer lange Strecke ging, verteilte Hellbusch die Sportgeräte: den „Klootsoeker“, eine Stange mit Korb, um die Kugel besser aus dem Graben bergen zu können, sowie die Boßelkugeln. Alle Gruppen, darunter die „FlaRakis“ des einstigen Fliegerhorstes Ahlhorn sowie der „Unschlagbare Damen-Club“ mit Petra Spille-Kloft an der Spitze, waren bestens präpariert. Für den Radfahrverein Hengstlage, der zum vierten Mal an den Start ging, hatte Heiko Ruthopp extra einen neuen Bollerwagen gebaut. Die Tour führte die mehr als 300 Teilnehmer über die Sager Heide und den Blanken Schlatt zur Gaststätte Otte in Sage-Haast. Zwischendurch gab es eine Kaffeepause auf dem Hof von Timo Coldewey. Die Frauen der Gymnastikgruppe Sage und des Bürgervereins hielten dort Kaffee und Kuchen bereit. Bei Otte wartete schließlich ein deftiges Grünkohlessen auf die Teilnehmer.
Anschließend wurde der Sieger gekürt: Der Bürgerverein Döhlen wird im kommenden Jahr den 25. Boßel-Wettkampf ausrichten. Vereinsvorsitzende Hannelore Rowold und ihr designierter Nachfolger Mirco Meyer nahmen die Siegertrophäe in Empfang. „Der Bürgerverein hat’s drauf“, rief Rowold den jubelnden Döhlern entgegen.
