SAGE - Die Erinnerung an das große Reitturnier, bei dem sie mit ihrem Pony Kennedy in der Dressur antrat, ist für Theresa Meyer noch ganz frisch. „Ich habe in München viel Spaß gehabt und viel erlebt“, erinnert sich die 15-Jährige, die für den RV Ahlhorn startet. Bei der deutschen Jugendmeisterschaft in München-Riem traf sie Freunde und Bekannte wieder, die sie von vielen Wettbewerben kennt. „Das sind alles Leute, die ich sonst nicht so oft sehe“, sagt sie.

Trotz der Wiedersehensfreude sei aber auch ein bisschen Aufregung dabei gewesen, gibt Theresa lächelnd zu. „Dieses Jahr hatte ich aber schon ein bisschen Routine.“ Im vergangenen Jahr war Theresa nämlich bereits bei den deutschen Meisterschaften in Hannover gestartet – damals sei die Aufregung noch wesentlich größer gewesen. Ihre Gelassenheit scheint ihr genutzt zu haben: Sie steigerte sich von dem Turnier in Hannover, wo sie einen Platz im hinteren Viertel erreichte, auf den 14. Platz (die NWZ berichtete).

Dieser Erfolg wäre aber nie möglich gewesen, wenn Theresa und Kennedy nicht so ein gutes Team wären. Seit drei Jahren reitet sie schon auf dem zwölfjährigen Pony, das ihrer Tante und Trainerin Julia Coldewey gehört. „Kennedy ist ein Familienprodukt“, lacht die Trainerin, die zusammen mit ihrem Mann Timo Ponys züchtet.

Eine eingeschworene Gemeinschaft bilden Theresa und Kennedy, die sich täglich zu einer Übungsstunde sehen. Für die junge Reiterin ist die Dressur das Schönste, was sie sich im Reitsport vorstellen kann. „Ich mag es vor allem, wenn die Kür zur Musik passt“, sagt sie. Im Moment muss sie allerdings auf ihre tägliche Einheit mit Kennedy verzichten. Er rutschte bei einer Untersuchung in der Tierklinik aus und brach sich ein Hufbein.

Für Theresa ist es aber keine Frage: Wenn Kennedy wieder gesund ist, möchte sie unbedingt weiter mit ihm Prüfungen der Kategorie „L“ reiten, der höchsten Schwierigkeitsklasse in der Ponydressur. Nach dem nächsten Jahr endet allerdings zwangsläufig die gemeinsame Zeit, denn Theresa wird 16. Mit 17 darf sie bei Turnieren nicht mehr mit einem Pony antreten. Doch so weit möchte sie noch nicht planen und hofft auf einen gesunden Kennedy, der sie in die Turniere der neuen Saison begleiten wird.