Sande/Aurich - Thomas Brem von den in Friesland beheimateten Ultrafriesen hatte ein Mission: Zusammen mit 180 anderen Ultraläufern startete der Auricher bei Tagesanbruch in der Burg Rothenburg und wollte vor Einbruch der Nacht die 100 km entfernte Burg in Wertheim erreichen. Bei erfolgreichem Ausgang würde er offiziell zum Ritter geschlagen werden. Und das Vorhaben gelang.
Bereits um 6 Uhr in der Frühe ging es für die Athleten in der mittelfränkischen Altstadt von Rothenburg an den Start. Die komplette Laufstrecke verlief am schönen Taubertalradweg. Jedoch meinte es das Wetter mit Dauerregen in den ersten vier Stunden sowie einstelligen Temperaturen nicht gut mit den Läufern.
Nach knapp fünf Stunden erreichte der ostfriesische Ausnahmeläufer die 50-km-Marke. Von der Möglichkeit, bei Kilometer 71 auszusteigen, machte Brem – trotz zwischenzeitlich starker Selbstzweifel – keinen Gebrauch. Angekommen an der Verpflegungsstation, wechselte er erneut die Laufbekleidung, verpflegte sich ausgiebig und lief wieder los.
Auch die vielen Steigungen auf den letzten 12 Kilometern konnten Brem nicht mehr stoppen. Nach einer Laufzeit von 11:30 Std erreichte er das Ziel und wurde offiziell zum Ritter geschlagen.
