Sande - Revanche nehmen für die bittere 7:8-Heimniederlage im Penalty-Krimi Anfang November gegen den REV Bremerhaven wollen die Jadehaie an diesem Sonnabend im Rückspiel der Eishockey-Verbandsliga Nord auf der anderen Seite der Weser. Die Partie bei den Pinguinen beginnt um 20.30 Uhr in der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz.
„Wir haben mit dem REV noch eine Rechnung offen und möchten die drei Punkte auf jeden Fall mit nach Hause nehmen“, nennt Witalij Saitz das Ziel der angriffslustigen ECW-Mannschaft. Dabei kann der Tabellenfünfte im Duell mit den zweitplatzierten Bremerhavenern wohl auf die lautstarke Unterstützung von rund 120 mitreisenden Haie-Fans bauen. Wegen der unschönen Vorkommnisse im Hinspiel und schon länger andauernden Problemen mit dem „schwarzen Block“ in der Bremerhavener Anhängerschaft findet die Partie indes unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.
Rückblick: Im Hinspiel vor 1000 Zuschauern in Sande hatte ein 30-köpfiger Mob von REV-Krawallmachern mit seinem aggressiven Auftreten und Sachbeschädigungen die ansonsten prächtige Derbystimmung stark getrübt. „Aus diesem Grund haben wir uns mit dem REV-Vorstand getroffen und eine Lösung gefunden, sodass alle Fans friedlich das Derby gucken können“, erklärt der ECW-Fanbeauftragte Michael Scarlatescu. Und ECW-Kapitän Nick Hurbanek ergänzt: „Wir Spieler hoffen alle auf ein friedliches Derby. Der Sport muss absolut im Vordergrund stehen, Gewalt und Ausschreitungen haben da nichts zu suchen.“
Zum Sportlichen: „Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen – so wie immer“, erklärt Hurbanek: „Aber natürlich ist dieses Derby etwas Besonderes. Zudem beginnt für uns jetzt praktisch die Endrunde, und die knappe Niederlage im Hinspiel tut schon noch ein bisschen weh.“ Mit Blick auf die Kräfteverhältnisse zwischen den Erzrivalen fügt der Kapitän hinzu: „Fakt ist: Wir sind Aufsteiger in die Verbandsliga, die sind Absteiger aus der Regionalliga und eingespielter.“
Ein mitentscheidender Faktor wird im Rückspiel sein, wie gut die Jadehaie mit ihren Kräften haushalten können. Wie jüngst im Pokalspiel gegen den Ost-Regionalligisten Berlin Blues (4:14 nach 4:1-Führung) war dem ECW-Team auch schon im Hinspiel gegen den REV im letzten Drittel die Luft ausgegangen. „Wenn es uns gelingt, das Tempo aus dem Pokalspiel nun mit ins Derby zu nehmen und auch im Schlussdrittel zu halten, dann bin ich optimistisch“, erklärt Hurbanek.
Im Prestige-Duell muss ECW-Coach Sergey Yashin jedoch auf Zugang Jan Holiga verzichten, der wegen eines im Pokalspiel erlittenen Fingerbruchs operiert wurde und für den Rest der regulären Saison auszufallen droht. Zudem fehlen Ivan Gartvig (erkrankt) und Patrick Bartlog, für den die Saison wegen einer Handverletzung bereits beendet ist.
Umso erfreuter waren die Jadehaie über frohe Kunde vom Verband in Sachen Marcel Struck. So wurde die im Oktober aufgrund einer groben Unsportlichkeit verhängte Sperre gegen den Stürmer nun reduziert, sodass er seit dem 1. Januar überraschend wieder spielberechtigt ist. Allerdings muss er zunächst drei Spiele auf Bewährung absolvieren, in denen er sich keinen erneuten groben Verstoß leisten darf. „Er hat aus der Aktion gelernt“, ist sich Hurbanek sicher.
