Sande - Amtierender Meister gegen Vizemeister: Mit diesem Kracher läuten die Eishockeyspieler des ECW Sande an diesem Samstag erstmals vor heimischer Kulisse die neue Saison 2019/2020 in der Regionalliga Nord ein. Das Anbully bei der Heimpremiere der Jadehaie gegen den Hamburger SV erfolgt um 19.30 Uhr in der Eishalle an der Weserstraße.
„Es wird Zeit, dass es zu Hause wieder losgeht. Alle freuen sich riesig, auch die Fans brennen drauf“, weiß Nick Hurbanek. Vom ersten richtigen Härtetest für die neue Spielzeit will der ECW-Kapitän allerdings nicht sprechen. „Auch Bremen war schon ein Gradmesser“, sagt er mit Blick auf den knappen 5:4-Erfolg nach Verlängerung in der Vorwoche an der Weser: „Die Liga hat extrem aufgerüstet, das wird eine interessante Spielzeit, in der jedes Team das Potenzial hat, eine gute Rolle zu spielen.“
Anders als die Jadehaie, sind die Rautenträger des HSV in der Vorwoche mit einer Niederlage gestartet. Zwar holte das Team um Sportdirektor Marcel Schlode zu Hause gegen Oberliga-Absteiger und Titel-Topfavorit Harzer Falken zwischenzeitlich einen 0:3-Rückstand auf und glich – auch dank des dreifachen Torschützen Robin Richter – zum 4:4 aus. Doch stand es am Ende 4:6.
„Wir sind mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden, weil wir jedes Spiel gewinnen möchten“, bilanzierte Schlode: „Allerdings stimmt die Einstellung im Team. Wenn wir jetzt noch unser Fehler abstellen und an unseren Baustellen arbeiten, werden wir die nächsten Spiele siegreich gestalten.“
Das will der ECW Sande am Samstag jedoch unbedingt verhindern. „Unsere Spiele gegen den HSV waren meist enge Kisten“, rechnet Hurbanek aber auch diesmal mit sehr viel Widerstand: „Die Hamburger sind bestens eingespielt, spielen schon jahrelang erfolgreich zusammen.“
Hatte der Meister von 2017 bis kurz vor Saisonbeginn noch das Alleinstellungsmerkmal in der Nord-Staffel, komplett auf ausländische Akteure zu verzichten, wurde vor einer Woche in Daniil Fursa der erste Kontingentspieler vom HSV verpflichtet. Wegen Problemen mit der Spielberechtigung durfte der estnische Stürmer gegen Braunlage aber noch nicht mitwirken.
Derweil wollen sich die auf diversen Positionen neuformierten Jadehaie in erster Linie auf ihre eigenen Qualitäten konzentrieren. „Wir müssen die Laufbereitschaft über 60 Spielminuten zeigen. Das war in Bremen, als wir im zweiten Drittel nachgelassen haben, noch nicht der Fall“, fordert Hurbanek: „Das Überzahlspiel war schon ganz okay, aber man kann sich überall steigern.“ So kassierten die Sander etwa drei Gegentreffer in Unterzahl. Auch diesbezüglich gibt es Steigerungspotenzial.
„Jeder Spieler hat seine Aufgabe, und wenn jeder diese zu 100 Prozent erfüllt, dann sind wir gut dabei“, sagt der Kapitän und hofft auf eine erfolgreiche Heimpremiere. Fraglich sind die Einsätze von Stürmer Artur Galwas (Knieprobleme) und Verteidiger Jan Holiga (Schulter), der in Bremen unglücklich gegen den Pfosten geknallt war. Beide wurden am Dienstag im Training von Coach Sergey Yashin geschont.
