Sande - Ein ganz fettes Ausrufezeichen hinter ihre Ambitionen im Kampf um die erfolgreiche Titelverteidigung in der Regionalliga Nord haben die Eishockeyspieler des ECW Sande am Samstagabend im heimischen Haifischbecken gesetzt. Im Gipfeltreffen gegen Oberliga-Absteiger Harzer Falken drehten die Hausherren einen 0:1-Rückstand in einer äußerst spannenden Partie im letzten Drittel noch in einen klaren 4:1 (0:0, 0:1, 4:0)-Heimsieg um. Zugleich hat das Team von Coach Sergey Yashin damit in der Meisterrunde als zweites Team nach den bereits in der Vorwoche sicher qualifizierten Falken vorzeitig die Fahrkarte ins Playoff-Halbfinale gelöst.

„Das war ein super Abend. Wir wollten zu Hause unbedingt gewinnen, um den Einzug in die Playoffs endgültig klarzumachen. Das haben wir geschafft und sind auch verdient als Sieger vom Spielfeld gegangen“, freute sich ECW-Kapitän Nick Hurbanek.

Für die ersatzgeschwächten Braunlager war es erst die zweite Niederlage überhaupt in dieser Saison – und bereits die zweite gegen die Jadehaie, die sie vor einer Woche daheim auf dem Wurmberg noch mit 7:5 besiegen konnten. Auch das erste Kräftemessen der beiden Liga-Schwergewichte in dieser Spielzeit hatte Braunlage gewonnen: kurz vor Weihnachten, damals noch vor 1000 Zuschauern in Sande hauchdünn mit 1:0 im Penaltyschießen nach Verlängerung. Im Hauptrunden-Rückspiel am 3. Januar im Harz behielten allerdings die Jadehaie erstmals mit 5:2 die Oberhand. Somit ist die Gesamtbilanz zwischen den beiden größten Titelaspiranten mit 2:2 Siegen wieder ausgeglichen.

Beim vierten Aufeinandertreffen am Samstagabend mussten die 539 Eishockeyfans in der Eishalle an der Weserstraße im mit viel Einsatz und Tempo geführten Spitzenspiel bis kurz vor Ende des zweiten Drittels auf den ersten Treffer warten. „Dabei haben wir gut gespielt und waren schon im ersten Durchgang die bessere Mannschaft“, analysierte Hurbanek. Doch die Harzer Falken, die das Freitagabendspiel gegen Salzgitter (5:2) schon in den Knochen hatten, hielten auch im zweiten Abschnitt voll dagegen und gingen durch Jakub Wiecki mit 1:0 in Front (38.).

„Wir haben aber die Ruhe bewahrt und unseren Stiefel konzentriert bis zum Ende durchgespielt“, lobte Hurbanek. Zudem stellte Trainerfuchs Yashin im Schlussdrittel die ECW-Reihen etwas um, um noch mehr Zug zum gegnerischen Tor zu generieren. Ein Schachzug, der von Erfolg gekrönt wurde.

So drehten die Sander mit einem Doppelschlag binnen vier Minuten (42., 45.) durch Sergejs Piskunovs den Spielstand auf 2:1 für die Gastgeber. Für die Vorentscheidung sorgte Tim Maier mit dem 3:1 (54.) auf Vorarbeit von Routinier Viatcheslav Koubenski, der zuvor schon den Ausgleichstreffer zum 1:1 aufgelegt hatte.

Braunlage versuchte in der Endphase noch mal alles und nahm den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Dies bestrafte Dmytro Demianiuk vier Sekunden vor der Schlusssirene mit dem viel umjubelten 4:1 (60.).

An diesem Sonntagabend geht es für den ECW Sande bereits schon wieder aufs Eis. Dann steht am Salzgittersee die Auswärtspartie beim Tabellenvierten Salzgitter Icefighters auf dem Programm. Anbully ist um 18 Uhr.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)