Sande - Revanche geglückt – und wie: Durch den 7:1 (1:0, 4:0, 2:1)-Heimsieg gegen die Salzgitter Icefighters haben die Eishockeyspieler des amtierenden Nord-Meisters ECW Sande eindrucksvoll Wiedergutmachung für die 3:5-Niederlage vor drei Wochen am Salzgittersee betrieben. Zugleich ließen die Jadehaie die Stahlstädter in der Tabelle der Regionalliga hinter sich und kletterten auf den vierten Platz.
„Das war unser bislang bestes Saisonspiel“, freute sich ECW-Kapitän Nick Hurbanek nach dem Erfolg im heimischen Haifischbecken. Vor 652 Zuschauern waren die Hausherren in den Zweikämpfen deutlich disziplinierter zu Werke gegangen als im Hinspiel, als sie gleich drei Gegentreffer in Unterzahl hinnehmen mussten. Ohnehin wurde die Partie diesmal von beiden Seiten zwar mit viel Tempo und körperbetont geführt, aber äußerst fair.
Den ersten Treffer markierte am Samstagabend Vitalijs Hvorostinins in der 9. Minute. „Diese Führung war verdient, auch wenn wir noch verhalten ins Spiel gestartet sind“, analysierte Hurbanek: „Wir haben uns im weiteren Verlauf aber immer mehr gesteigert.“
Das bekamen die Gäste vor allem im zweiten Drittel zu spüren. „Die Jungs haben vorne viel Gas gegeben, die Scheibe gut laufen lassen und waren im Abschluss diesmal kaltschnäuziger, als noch im Hinspiel“, sagte der ECW-Kapitän zufrieden.
So erhöhte Christoph Josch auf 2:0 (26.), ehe Neuzugang Dmytro Demianiuk bei seiner gelungenen Premiere im Haie-Trikot auf 3:0 stellte (29.). Doch damit nicht genug: Noch vor dem Drittelende sorgten die beiden lettischen Torjäger im Team von Coach Sergey Yashin, Hvorostinins (36.) und Sergejs Piskunovs (39.), für eine äußerst komfortable 5:0-Führung.
„Salzgitter hat zwar gut mitgespielt und kam auch zu Chancen, aber wir haben es in der Verteidigung größtenteils geschafft, sie weit von unserem Tor fernzuhalten“, erläuterte Hurbanek: „Und das, was dann doch auf unser Tor kam, hat Karlis Zakrevskis gut entschärft.“
Umso mehr ärgerte sich der Sander Goalie im Schlussdrittel, als er bei einem seiner „Ausflüge“ aus dem eigenen Kasten den Puck aus der Ecke über die Bande nicht – wie eigentlich gewollt – einem Mitspieler, sondern einem gegnerischen Verteidiger in den Schläger spielte. So erzielte Ruven Bannach in der 49. Minute den Ehrentreffer der Gäste aus Salzgitter ins verwaiste ECW-Gehäuse.
Für die nächsten beiden Treffer der munteren Partie zeichneten aber wieder zwei Jadehaie verantwortlich. Zunächst traf Piskunovs zum 6:1 (52.), ehe auch Zugang Demianiuk sein zweiter Treffer des Abends gelang (56.).
„Dmytro hat sich nicht nur wegen seiner Tore gut eingeführt“, lobte Hurbanek: „Er kann bei uns der Mann fürs Grobe werden, stellt seinen Körper vor dem gegnerischen Tor gut rein, scheut dort keine Zweikämpfe und trifft im Nachschuss.“
Tore: 1:0 Hvorostinins (9.), 2:0 Chr. Josch (26.), 3:0 Demianiuk (29.), 4:0 Hvorostinins (36.), 5:0 Piskunovs (39.), 5:1 Bannach (49.), 6:1 Piskunovs (52.), 7:1 Demianiuk (56.).
Strafminuten: Sande 6 – Salzgitter 8.
Nächstes Spiel: Hamburger SV - ECW Sande (Freitag, 13. Dezember, 19.30 Uhr, Eisbahn Stellingen).
