Sande - Zu ungewohnter Anbully-Zeit wollen die Eishockeyspieler des ECW Sande nach dem Ende der Siegesserie am vergangenen Wochenende in Hamburg nun möglichst sofort den Hebel wieder auf Erfolg umlegen. Dabei hat der Regionalliga-Spitzenreiter an diesem Sonntag um 19 Uhr Verfolger EC Nordhorn im „Haifischbecken“ an der Weserstraße zu Gast.
„Das wird alles andere als einfach“, prognostiziert ECW-Kapitän Nick Hurbanek ein enges Heimspiel: „Auch die Nordhorner haben gute Ausländer in ihren Reihen und bevorzugen einen deutsch-russischen Spielstil.“
Dabei stellt das Spitzenspiel in der Eishalle Sande das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften in der laufenden Saison der Nord-Staffel dar. Ein Freundschaftsspiel vor dem Saisonstart ohne Schiedsrichter und mit noch nicht kompletten Kadern in Sande hat längst keine Aussagekraft mehr. „Das war doch mehr ein Abtasten und Einspielen“, erklärt Hurbanek: „Wichtig ist, dass wir den Gegner jetzt bei uns gar nicht erst ins Laufen kommen lassen.“ Sonst gehe der Schuss nach hinten los.
Kleiner Vorteil für die Hausherren um Coach Sergey Yashin: Die ECN-Akteure haben vom späten Freitagabend bereits ein Heimspiel gegen die Weserstars Bremen in den Knochen stecken, während die Jadehaie ausgeruht in die Partie gehen können.
Und diese dürfte es schon mit Blick auf die Statistiken in sich haben: Während der ECW Sande mit gerade einmal zwölf Gegentreffern in sieben Saisonspielen mit Abstand die beste Verteidigung der Liga stellt, reisen die Gäste aus der Grafschaft Bentheim (Stand Freitagnachmittag) mit der torgefährlichsten Offensive (35) an die Jade – darunter Liga-Topscorer Daniel Bogdziul (11) und der erfolgreichste Vorlagen-Geber Konstantin Ljubobratets (12).
Derweil wurde bei den Jadehaien unter der Woche die unglückliche 3:4-Niederlage nach Verlängerung beim Hamburger SV analysiert, der schon das Hinspiel gegen den ECW ebenfalls in Overtime hauchdünn gewonnen hatte. „Auch wenn viel Pech dabei war – es zeigt, dass wir noch längst nicht durch sind“, warnt Hurbanek mit Blick auf die nachfolgende Meisterrunde der jeweils besten vier Teams aus dem Norden und Osten. „Da darf man sich nichts vormachen: In unserer Staffel ist alles so eng zusammen, da ist man mit drei Niederlagen in Folge schnell unten“, fügt er hinzu und fordert im gleichen Atemzug volle Konzentration und vollen Einsatz gegen Nordhorn.
