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Hallenfußball Schiedsrichter glänzen auch am Ball


Voll durchgezogen haben Frieslands Unparteiische  (blaue Trikots) als Gastgeber des  39. Schiedsrichter-Hallenturniers und am Ende den fünften Platz belegt.
Müller-Düring

Voll durchgezogen haben Frieslands Unparteiische (blaue Trikots) als Gastgeber des 39. Schiedsrichter-Hallenturniers und am Ende den fünften Platz belegt.

Müller-Düring

Sande - Dass sie nicht nur mit der Pfeife im Mund, sondern auch mit dem Ball am Fuß gut umgehen können, haben zahlreiche Schiedsrichter aus dem NFV-Bezirk Weser-Ems am Samstag in Sande bewiesen. Schließlich wurde in der dortigen Sporthalle am Falkenweg unter der Regie des Fußballkreises Friesland um Kreisschiedsrichterobmann Dennis Hohmann das traditionelle Turnier für Schiedsrichter-Auswahlteams ausgespielt. Und auch bei der 39. Auflage dieses Wettbewerbes gab es viele packende Begegnungen zu sehen.

Große Spannung

„Die Spiele waren größtenteils sehr spannend und interessant, aber vor allem sehr fair“, bilanzierte Mitorganisator Torsten Haaren vom Kreisschiedsrichterausschuss zufrieden: „Es gab keine Rote Karte und nur eine Handvoll Zeitstrafen – und die nur aufgrund von Kleinigkeiten wie Wechselfehlern.“ Als echte Schiedsrichter waren beim Turnier diesmal nur Tobias Zunker, Alexander Levanov und der soeben als „bester Newcomer“ ausgezeichnete Tom-Leon Bender aktiv. Am Ende verteidigte das Team Osnabrück-Stadt den Titel, den es im Vorjahr in Varel gewonnen hatte, durch einen knappen 2:1-Erfolg im Finale gegen Oldenburg-Stadt.

Einen überzeugenden Auftritt hatte in der Gruppenphase auch die gastgebende friesländische Auswahl um Coach „Pico“ Abrahams gezeigt. Nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen das Ammerland folgte in Gruppe A eine knappe 0:1-Niederlage gegen den späteren Turniersieger Osnabrück-Stadt. Nach dem anschließenden 0:0 gegen Oldenburg-Stadt war klar, dass die Friesen in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Ostfriesland unbedingt mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen mussten, um eine Chance auf das Weiterkommen ins Halbfinale zu haben.

Und das Vorhaben gelang. Der letzte Treffer zum 4:0 war dabei erst fünf Sekunden vor Spielschluss gefallen. Da Friesland und Oldenburg-Stadt nun exakt die gleiche Ausbeute an Punkten (beide 7) und Toren (7:1) aufwiesen, musste ein Siebenmeterschießen zwischen beiden Teams die Entscheidung um den letzten freien Halbfinalplatz erbringen. Dabei zogen die Gastgeber allerdings den Kürzeren, sicherten sich aber später im Platzierungsspiel gegen Wilhelmshaven durch einen 3:1-Erfolg noch Platz fünf.

Im Halbfinale gewann Osnabrück-Stadt im Derby gegen Osnabrück-Land mit 3:0, während Oldenburg-Stadt die Auswahl aus Cloppenburg mit 2:0 bezwang. Das Spiel um Platz drei gewannen die Cloppenburger mit 2:1 gegen Osnabrück-Land.

„Ich freue mich, dass wieder so viele Teams nach Friesland gekommen sind“, hatte Bezirksschiedsrichterobmann Georg Winter während des Turniers in seiner kurzen Rede erklärt: „Mein großer Dank geht an alle Schiedsrichter, die weiter zur Stange gehalten haben. Denn insgesamt sind die Schiedsrichterzahlen leider zurückgegangen. Macht Werbung für unser schönes Hobby, denn wir sind ein unverzichtbarer Teil des Sports.“

Mit Blick auf das aktuelle Geschehen abseits der Spielfelder erklärte Winter: „Die Politik sollte sich manchmal ein Beispiel an Schiedsrichtern nehmen. Entscheidungen müssen von ihnen immer sofort getroffen werden, sie können nicht auf die lange Bank geschoben werden. Und am Ende müssen die Schiedsrichter zu ihren Entscheidungen stehen.“

Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg nahm den Ball auf: „Gegenüber den Politikern haben Schiedsrichter den gewaltigen Vorteil, dass sie sofort entscheiden können. Mein Respekt gilt den Schiedsrichtern für ihre wichtige Funktion.“ Reiner Tammen, Frieslands stellvertretender Landrat, erklärte: „Wenn die Schiedsrichter beliebter sind als wir Politiker, haben wir etwas falsch gemacht.“ Wenn Schiedsrichter pfeifen, sollte jeder Pfiff akzeptiert werden.

Dank an Organisatoren

Andreas Schumacher, kommissarischer NFV-Kreisvorsitzender betonte: „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Schiedsrichter müssen allerdings einiges aushalten.“ Das Schiedsrichter-Turnier sei eine willkommene Angelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen: „Mein Dank geht an unseren Schiedsrichterausschuss für die gute Organisation dieses Turnieres.“

Auch deshalb wurde das Organisatorenteam am Samstag von allen Teilnehmern und Ehrengästen ermutigt, auch in der nächsten Saison im neuen Großkreis nach der Fusion die Tradition mit der 40. Auflage des Schiedsrichterturniers fortzusetzen. „Da bleibt uns wohl nichts anderes übrig“, erklärte Haaren.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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